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am 03. 03. 2017

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Diedrich Schwenker

*12. 06. 1948

 seine Kinder,
seine Ehefrau und deren Familie

Tanken in G_b
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2012  in Polen mit Hubert beim Tanken

2012 in Ismaning bei Burghard (Biergarten)

Mein bisheriges Leben

Die Zeit vor dem 10. August 1996 hat mich zwar geprägt und den Grundstein zu meinem jetzigen Handeln und Denken gelegt, aber sie ist für mich heute kein Maßstab mehr. 
Geboren wurde ich am 12.6.1948 in Bremen. Dort ging ich auch neun Jahre zur Schule und machte anschließend eine Lehre als Maschinenbauer. Direkt nach der Lehre zeichnete ich für vier Jahre einen Kontrakt bei der Bundeswehr und wurde dort zum Kfz.- /Panzermechaniker und zum Bergepanzerkommandanten ausgebildet.
Nach der Heirat ging es bis 1978 wegen mangelnden Arbeit nach Berlin. Hier bildete ich mich abends auf der kaufmännischen Schiene weiter. 1979 wieder zurück in Bremen, sattelte ich in das Finanzierungs- und Versicherungsgeschäft um und büffelte abends nebenher Stoff für den Beruf des Betriebswirtes, wobei ich aber 1984 aus Kostengründen auf die staatliche Abschlußprüfung verzichteten mußte. 1983 wurde ich mit der Sanierung einer Fassadenbaufirma beauftragt und nach dieser erfolgreich erledigten Aufgabe wurde ich der kaufmännischer Geschäftsführer einer Tiefbaufirma.
Im Februar 1990 ging ich mit meinen Computern in die gerade geöffnete DDR und gründete dort mit Zulassung vom 26.6.1990 in Mecklenburg Vorpommern die erste Privatschule für die Erwachsenenweiterbildung mit Themen in der Informatik, der Betriebswirtschaft und Teilbereiche aus dem Bauwesen.
1991 entstand im Erzgebirge eine zweite Schule mit gleichlautender Thematik.  
1994 übernahm meine Lebensgefährtin als Geschäftsführerin die Karosseriebau GmbH ihres Vater. Ich durfte die kaufmännische Leitung des Betriebes mit übernehmen.

In der Nacht vom 10. August auf den 11. August 1996 schlug das Schicksal ohne jegliche Vorwarnung  unbarmherzig zu. Drei Herzinfarkte an verschiedenen Stellen im Herzen, aufeinander folgend, innerhalb weniger Stunden, holten mich von den Beinen. Entgegen der Meinung aller beteiligten Ärzte wachte ich nach 40 Stunden Koma im Krankenhausbett wieder auf und wurde nun ganz eilig mit dem Hubschrauber in das Herzzentrum Dresden geflogen.
Während der
drei nächsten Wochen hatte ich auf der Intensivstation genug Zeit über mein bisheriges Leben nach zu denken. Über ein Leben, dass zu diesem Zeitpunkt, seit mehr als 21 Tagen, nach nur 48 Jahren, hätte zu Ende sein können (sollen). Ein Leben, das nach Ende der Jugendzeit, voll gepackt mit Stress, Lernen, Arbeiten, Aufbauen, Planen und “ Wohlstand schaffen” gespickt war.
War das bisherige Dasein wirklich - Leben?
Ein intensives Gespräch mit meinen Ärzten ergab: mein Herz ist kaputt, es wird sich nicht groß heilen lassen. Eine Operation, ein Bypass oder ein Stent wird nichts bringen, da die Verstopfung der rechten Kranzarterie mit 7 cm einfach zu groß ist. Die Leistungsfähigkeit der Pumpe wird permanent unter 50% bleiben.  In diesem Gespräch fiel der Satz von meinem Professor: “Jung, wenn du noch etwas vom Leben haben möchtest, dann verdrück dich in den Süden”.
Seit 1997 lebe ich nun als (Früh)Rentner in Süditalien. Als ich hier angekommen bin, habe ich gesagt, mein erstes Ziel ist die Jahrtausendwende und alle Jahre, die da nach kommen, sind  - mein persönlicher Bonus.
Heute, im Jahre 2014, bin ich nun schon in dem 14. Bonusjahr, die ich bis jetzt alle, Tag für Tag, ganz intensiv und bewußt erlebt habe und ich freue mich über jeden neuen Tag, den ich noch erleben darf.

Jetzt versteht ihr vielleicht, warum die Zeit vor dem 10. August 1996 für mich kein Maßstab mehr ist.

Es stimmt wirklich, manchmal ist weniger eben doch viel, viel mehr, denn

das Leben bekommt erst dann Qualität, wenn man in der Lage ist, es langsam zu leben.

Das Leben hat, wie wir ja alle wissen, einen Anfang und ein Ende. Heute mit über 65 Jahren bin ich wohl dem Ende weit aus näher, als dem Anfang. Obwohl alles viel ruhiger zu geht, so hat die Zeit dennoch immer wieder einige Überraschungen parat. Heute, kurz vor Weihnachten 2013, durfte ich erfahren, dass ich etwa zum Juni 2014 doch tatsächlich zum “Opa” gemacht werde.

Nun wird es jetzt leider nichts mehr, mit einem neuen Familienzweig der Schwenker´s. Die werdende Mutter und der werdende Vater haben sich im November / Dezember 2013 getrennt.

Und nun, zu Weihnachten 2013, fragt mich meine 27 jährige Stieftochter, ob ich nicht bereit wäre, sie zu adoptieren. Ja, ich bin dazu bereit. 

Gestern, am 18. Juni 2014, wurde ich von meinem Sohn Dennis unterrichtet, dass ich nun  der Opa einer jungen Dame namens Loreley bin. Loreley erblickte am xx.Juni 2014, um 13:06 Uhr, mit einer Größe von 54 cm und dem zarten Gewicht von 3990 g das Licht der Welt. Ich wünsche dem Mädel für ihr kommendes Leben alles Gute und und eine hervorragende Entwicklung.
Der Umstand, dass die kleine Loreley nicht unter der gemeinsamen Obhut ihrer leiblichen Eltern aufwachsen kann, wird sich auch auf den Kontakt zu ihr auswirken und es ist sehr sicher davon auszugehen, dass die familiäre Bindung nicht all zu eng werden wird     

Am 1. September 2014 durfte ich mal wieder nach Deutschland reisen. Schwiegermutter hat Alarmstufe “ Rot “ ausgegeben. Bei Starkregen hat sie ca. 150 Liter Wasser im Heizungskeller stehen. Keiner kann sich vorstellen, woher das Wasser kommt.
Weitere Verpflichtungen in Form von Besuchsversprechungen hatten sich schon während des ganzen Jahres angesammelt und sollten nun endlich verwirklicht werden.
Schon bei der Vorbereitung stellte sich heraus, dass es diesmal ein Mammutprogramm werden wird. Auf dem Plan standen:

IMG-20140903-WA0003Susann nach Germersheim bringen.
Einen Tag später durfte ich mit Susann die Danielle im Raum Saarbrücken besuchen, mit allen einen sehr netten Abend erleben und dann in der Nacht noch zurück nach Germersheim. Jetzt durfte ich nach 2200 km Fahrt einen Tag ausruhen
Weiter ging es am nächsten Tag nach Bramsche zu Martina, der ich schon viele Jahre immer wieder versprochen hatte, einmal zum Kaffee zu erscheinen,
Hier durfte ich nun auch Knut kennenlernen. Auf dem kurzen Programm stand natürlich der Kaffee und ein Besuch beim Griechen.
Von dort noch am Abend weiter nach Vechta zu Heidi und ihrer Familie
. Es wurde ein wunderschöner langer Grillabend, an den ich gerne zurück denken werde. Am nächsten Morgen, direkt nach dem Frühstück, ging es weiter nach Oldenburg. Meinem Sohn mußten die mitgebrachten Lebensmittel übergeben werden, dann weiter nach Bremen zum Kaffee zu meiner Schwester und am Nachmittag zur Susanne und ihren Mann Thorsten, die mich in der Parzelle erwarteten. Auch hier wurde lecker gegrillt und die Stunden vergingen viel zu schnell. Am Abend ging es wieder zu m20140906_111702einem Sohn nach Oldenburg.
Am Sonnabend, dem 6.9, stand ein Treffen mit Vaters Cousine Annegreth bei ihrer Tochter Karin und dem Lebensgefährten Ralf, beide kannte ich bis dato noch nicht, auf dem Programm. Hier durfte ich auch Annegreths Enkelin Lynn kennenlernen.
Auch hier vergingen die Stunden rasend schnell und die Verarbeitung der Eindrücke und dem Gehörten dauerte noch lange an.
Am Abend ging es zurück nach Oldenburg zum Dennis. Mit ihm verbrachte ich auch den Sonntag in aller Ruhe und ganz ohne Stress.
Am Montag hieß es Abschied nehmen und weiter nach Klecken bei Hamburg. Hier erwartete mich Hubert. Hubert und Lebensgefährtin Christa waren schon zweimal bei uns in Italien. Zwischenzeitlich hat mich die Stadt Bremen im Auto fotografiert. Das Foto wird 20140916_183814mir etwa knappe 100 Euro und einen Punkt in Flensburg kosten. Außerhalb der Stadt, auf einem vierspurigen  Autobahnzubringer mit 50 km/h, ohne Unfallschwerpunkt, Querverkehr  und Einmündungen, ohne Fuß- oder Radfahrernutzung nenne ich eine solche Aktion  - eine fiese Polizeifalle- und fand das, ehrlich gesagt, gar nicht lustig.
Auch die viel zu kurzen Stunden in Klecken wurden zu einem tollen vergnügten Abend.
Am nächsten Tag ging es wieder auf die Autobahn und gute 600 km nach Deutschlands östlichste Stadt, Görlitz.

Hier hatte ich volles Programm. Arzttermine, Erdarbeiten, Besuchstermine und viele Termine, die mit der Betreuung von Schwiegereltern zu tun hatten, mußten wahr genommen werden.
20140922_162701Zwischenzeitlich besuchte mich Susann und half mir bei den wichtigen Aufgaben.
Zum Ausgleich besuchten wir am 3.10. alte Freunde in Olbernhau und stromerten in früheren Gefilden. Am 5.Oktober gönnten wir uns ein Auszeit zum Riesenfass in Tschechien und fuhren anschließend rüber nach Polen fast bis zur Schneekoppe.

Eine Routinekontrolle der Bauchaorta und ein Belastungs-EKG beendeten meinen Aufenthalt in Görlitz. Nach fast 6 Wochen konnte ich wieder nach Hause. Die letzten Instruktionen meines Hausarztes und die letzte Ladung Medikamente holte ich mir am Freitag, dem 10.10. ab und gegen 11.00 Uhr steuerte ich mein Auto, das inzwischen auch einen neuen TÜV bekommen hatte, in Richtung Süditalien.
Am frühen Morgen des 11.10. traf ich  gegen 7.00 Uhr nach 1923 km dort ein. Trotz der langen Abwesenheit habe ich alles gleich wiedererkannt. :-D

Vom 1. September bis 10.10.2014 habe ich insgesamt circa 6.500 km quer durch Mitteleuropa zurück gelegt.

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Die Erdarbeiten in Görlitz  waren schwer und hart. Mehrmals mußte ich an meine persönliche Grenze gehen. Ich hoffe nun einfach, dass ich den Grund für den Wassereinbruch gefunden habe und beseitigen konnte. Ansonsten muß ich im Frühjahr wohl noch einmal ran. Aus diesem Grunde auch dieses Provisorium.
Jetzt, 2 Jahre später, weiß ich nun, es ist kein Wasser mehr ins Haus geflossen. Schwenker, alles richtig gemacht (auf Schulter klopfen!). Richtige Diagnose und sehr gute Arbeit.

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Das Riesenfass bei Obri Sud in  Tschechien. Gutes Mittagessen für 2 Personen mit Getränk nur 12,00 Euro.

Achja, noch ein Wort zu meinem angeschlagenen Herzen. Nach meinem großen Zusammenbruch 1996 betrug meine Herzleistung knapp unter 50% des altersbedingtem Soll`s. Eine ultracardiologische Untersuchung vor ca. 6 Jahren ergab eine Herzleistung von 52%. Das nun mehr letzte Ultra ergab doch glatt eine Herzleistung von sage und schreibe 57%.
Das EKG unter Belastung war identisch mit dem Letzen, etwa aus 2008, frei von Rhythmusstörungen und ohne negative Ausschläge. Die Bauchaorta ist weiterhin unauffällig und entspricht der normalen Größe. Die Untersuchung meines vor 10 Jahren implantiertem Herzschrittmachers ergab eine momentane Restlaufzeit von ca. drei Jahren. Die Blutwerte sind fast alle im grünen Bereich. Nur die PSA-Werte sind leicht erhöht und weisen auf eine vergrößerte Prostata hin.
Die Diabeteswerte habe ich wohl mit der neuen Insulinkombination im Griff. Alles weist daraufhin, dass ich mein Wunschalter von mindestens 100 Jahren spielend erreichen werde.
Danke, “Bella Italia”
Jahreswende 2015
 
Noch vor dem Jahreswechsel erhielt meine bis dahin “noch Stieftochter” ihre neue Geburtsurkunde und ihren neuen Personalausweis mit dem neuen Adoptivnamen Schwenker. So schließt das Jahr doch noch mit einer erfreulichen Abhandlung.

Vorsätze und Erwartungen an das Jahr 2015 habe ich selbst nicht. Aber, vielleicht wird es ja doch noch in der Welt etwas friedlicher wie es im Vergangene war, obwohl es in dieser Hinsicht echt bescheiden weiter zu gehen scheint. Die Hoffnung stirbt eben doch zuletzt.

Ich wünschen allen, die mich kennen, noch ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2015.

Jetzt haben wir schon wieder März. Endlich habe ich den gewünschten Kontakt mit unseren Verwandten in den Vereinigten Staaten. Ich hoffe doch, dass man diesen noch weiter ausbauen und man sich weiter austauschen kann.

Der 3. Mai lief dieses Jahr etwas anderes ab, aber schön, dass doch noch einige teilgenommen haben.

Schon wieder ist das erste halbe Jahr von 2015 herum. Wir schreiben den 1. Juli 2015. Es ist in unserer kleinen Familie in diesem halben Jahr nichts großes, besonders Aufregendes passiert. Die Monate plätscherten einfach so dahin. Im Mai mal so eben mit dem Auto nach Deutschland. Der Kontakt mit den Verwandten in Amerika konnte vertieft werden. Der Austausch und Informationen über FB laufen gut und ist tiefgreifend
Wir haben im Laufe des Frühjahres noch ein paar Orangen-, Zitronen-, Mandarinen-, Pfirsich- und Pflaumenbäume gepflanzt und die künstliche Bewässerung erweitert. Nun hoffen wir, das wenigsten ein Teil dieser Bäume groß werden. Im Bad soll noch ein Fenster erneuert werden, gekauft ist schon und im Moment warte ich auf Heinzelmännchen, die es einbauen. Ob die wohl kommen? Oder muß ich im September selber wieder ran?

Nun wollen wir mal sehen, was uns die zweite Hälfte des Jahres beschert.

Bisher auch noch nicht allzu viel. Der Juli und August war ok. Normal eigentlich. Das Wichtigste war, das wir keinen Mangel an Wasser hatten. 
Nun ist schon wieder November. Zwei Wochen war ich im Oktober wieder in Deutschland. Hab wiedermal 4.900 km quer durch Europa und den deutschen Landen runter gerissen. Muß zugeben, es fällt mir immer schwerer. Aber über was beschwere ich mich eigentlich?
Nur noch wenige Monate und es ist schon 20 Jahre her, dass mich das Leben zwang, in anderen Bahnen zu denken und zu fühlen. Ich habe in dieser Zeit nie vergessen, wie kurz doch der Weg von Leben zum Tod ist, aber wie lange doch der Weg von fast tot zurück ins Leben ist. Oft habe ich in diesen zwanzig Jahren gedacht, nun  ist es so weit, nun holen sie dich. Jedes mal, wenn mein Herz nur gehustet hatte, kam die Panik auf. Manche Nacht, wenn ich mich nicht gut fühlte, konnte ich nicht einschlafen, weil ich Angst hatte, am nächsten Tag nicht wieder aufzuwachen. Das alles ist heute viel, viel weniger häufig der Fall und bin ich wieder in der Lage, alleine von Italien nach Deutschland und auch wieder zurück zufahren. Mit anderen Worten, es geht mir gar nicht mehr so schlecht und es gibt viele, die es weit aus schlechter getroffen haben, wie es mich, damals im Jahre 1996, traf.
Die wichtigste Lehre aus dem Ereignis war wohl, das Leben schätzen zu lernen. Nein, nicht wie ihr nun denkt, ich meine dabei das Leben anderer wie zum Beispiel, das Leben von Bienen, Fliegen, Schmetterlingen und auch allen größeren Kreaturen, die doch alle eine Daseinsberechtigung besitzen. Ja, ich habe gelernt, diese Fülle des Leben mit Interesse zu beobachten und mich daran zu erfreuen. Nein, ein Veganer bin ich nicht geworden. Der Tod gehört zu jedem Leben und die Nahrungskette gehört ebenfalls zum Leben, aber das Töten aus der Lust heraus oder nur weil mich so ein Tierchen mal gerade ärgert, das vermeide ich.
Nun hat uns gerade das schlimme Ereignis von Paris mitten ins Herz getroffen. Andere Anschläge mit insgesamt vielen hundert Opfern sind geschehen und habe nicht so tiefe Spuren in der westlichen Welt hinterlassen. Ist uns das Leben dieser Menschen weniger wert oder warum halten wir es bei ihnen mit der Anteilnahme nicht so eng, so tief, wie bei den Opfern von Paris.
Ein Frage, über die ich noch nachdenken werde,
Nun, eine Woche nach Paris, haben die Terroristen wieder in Mali zugeschlagen. Dieses Mal sollten es Al-Qaida-Leute gewesen sein. Ein Luxushotel haben sie überfallen, gestürmt und nach ersten Meldungen sollen sie etwa 27 Menschen getötet, sowie etwa 140 als Geißeln genommen haben.
Das Jahr nähert sich mit riesigen Schritten seinem Ende zu. Noch etwa 40 Tage bis Weihnachten und dann noch eine Woche bis zum Jahr 2016. Meine große Hoffnung ist nach wie vor folgende, vielleicht kann sich die Welt ja endlich befrieden und wir brauchen nicht mehr den täglichen Tod von Anschlags- und Kriegsopfer zu betrauern.
Welch eine schönes Ziel.
Nein, das Gegenteil ist eingetroffen. Deutschland nimmt seit gestern, dem 4. Dezember 2015, an dem Krieg gegen den IS teil. Es ist genau das eingetroffen, was ich nie wollte. Deutschland ist wieder in einem Krieg involviert. Schlimm wird dieser Kampf sicherlich für die gesamte Welt. Es werden wieder viele Eltern um ihre Kinder trauern und noch mehr Eltern vor Sorge um ihre Zöglinge fast umkommen. Der Terror und damit die Anschläge werden weltweit zu nehmen. Irgendwie kann es ja jeden treffen, auch den, der sich grundsätzlich von jeglicher Gewalt distanziert. Grauenhafte Vorstellung. Aber ich meine, es muß wohl sein. Nein, nicht das Bomben werfen, das wird nur mehr Hass und Verbitterte erzeugen, sondern der unerbittliche Kampf gegen diese Hartliner der IS mit allen militärischen Mittel. Ich meine, auch so schlimm wie das klingt, ohne Bodentruppen wird das nichts. Eine Weltpolizei oder eine Weltarmee muß zusammengestellt werden und dann muß man gemeinsam jeden Terroristen so zur Rechenschaft ziehen, dass er kein Unheil mehr anrichten kann.  Ja, sicher, mir gefallen meine eigenen Gedanken nicht, aber, ich sehe da wirklich keine andere Möglichkeit gegen diese vernarrtischen Menschen vorzugehen. Das sinnlosen Morden, die sinnlosen Entführungen und die sinnlosen Verstümmelungen von unbeteiligten, unschuldigen Menschen, die sich in dem tödlichen Moment nur etwas entspannen, einkaufen oder amüsieren wollen, muß endlich aufhören. 
Weihnachten steht vor der Tür. Für mich persönlich nur eine Zeitangabe. Mehr nicht. Da ich nicht gläubig bin, habe ich auch  nicht das Recht, die Geburt Jesus zu feiern. Aber ich habe es in den letzten Jahren für mich und meine Familie als Tage der Besinnung und zu Tage der Ruhe umfunktioniert. Dieses Jahr werden es wohl auch Tage der Stille sein.
Noch vier Tage bis zum “Heiligen Abend” und elf Tage bis 2016 .Europa ist gespalten, sich uneinig in der Flüchtlingsfrage. Warum nur. Alle Länder haben viel Platz und genug Kapital, um zu helfen. Die Nationalisten nehmen überhand, sie denken nur an sich und geben sich äußerst kleinkariert. Weiß nicht, wo das alles noch hinführen soll. So dicht standen wir noch nie vor dem Krieg.
Man mag gar keine Nachrichten mehr hören. Nur noch Leid, Tod und Unglücke. Dazu diese schlimmen Kriegsnachrichten.
Nun noch ein paar Tage und das erste Vierteljahr von 2016 ist schon wieder vorbei. Nichts besonderes hat sich bei uns ereignet. Brüssel ist zum Nabel von Europa geworden. Wieder mal sinnlose Anschläge des Terrors. 31 Menschen verstarben bei drei Bombendetonationen und es waren fast 300 Verletzte. Viel Leid für Menschen, die nur zur Arbeit wollten. Man darf nicht weiter darüber nachdenken.
Habe die Informationen für unseren siebten Gedenktag am 3. Mai 2016 fertig gemacht und publiziert. Sind ja nur noch 6 Wochen. Man, wie die Zeit vergeht. Mein Bruder ist auch schon sechs Jahre nicht mehr unter uns. Jetzt, am Wochenende ist Ostern.
Ostern ist vergessen. Die Zeit rennt. Jetzt sind es nur noch 4 Wochen bis zum “ Blumen dem Meer für unseren Toten ”. Der Mai ist gekommen. Die Olivenbäume sind geschnitten und das Gras schon das 2. mal gehauen. Viel Arbeit. Einiges muß noch gestrichen werden. Ja, und auch innen müssen wir wieder ran. Die letzte Renovierung war 2010. Wandfarbe haben wir schon gekauft. Muß aber noch warten, wir müssen erst draußen einiges machen, bevor es zu heiß wird. Immer ruhig Blut und eines nach dem anderen.
Habe unsere Gedenkminuten in Metaponto abgehalten und unfreiwillig gebadet. Natürlich in vollen Klamotten. Zum Glück war es kalt, nein, auch das Wasser war erstaunlich warm. Die Bilder sind hier in der Seite, unter “Mein Versprechen” zu sehen.

Weiß nicht, irgendwie komme ich nicht in Gang. Sind das schon die ersten Altersdepression? Überall wird nur noch Gift gestreut, wie z.B. Böhmermann ./. Erdogan, in den USA bei den Vorwahlen dieser Trump, oder die Flüchtlingskrise in Europa sowie das ständige Gezeter in Deutschland von Seehofer und anderen Spitzen der CSU. Müssen wir uns tatsächlich von Europa verabschieden? Brechen die ganzen Rechssprünge der Nationen das einige Europa an seine Grenzen? Wir werden es sehen.

Die politische Entwicklung ist leider so bescheiden, dass ich mich dazu nicht weiter äußern möchte.

Mittlerweile ist es nun schon wieder Oktober und meine obligatorische alljährliche Deutschlandreise ist beendet. Schön war es, aber auch anstrengend. Von Süditalien nach München, von dort zur Tochter in den Raum Germersheim, zwischendurch ein Wochenende in Saarbrücken. 14285323_10209266040500436_1793714119_oVon Germersheim nach Oldenburg mit reichlich Tagestouren nach Bremen. Hier durfte ich viele alte Freunde wieder einmal treffen und neue Freunde kennenlernen. Spitze war das Treffen mit den ganz alten Freunden Karin und Klaus, die ich nun nahezu 60 Jahre kenne und mit denen ich meine Kindheit und Jugend verbrachte. Unvergessen wird auch das Kennenlernen von Agi und ihrer Familie bleiben. Ein super netter Abend mit viel Witz, Geschichten und ausgelassener Stimmung. Auch die Treffen mit Susanne und ihrer Familie, sowie der dazu gestoßenen Elke mit ihrem Mann waren toll. Der lästige Zahnarztbesuch zwischenzeitlich viel gar nicht auf und konnte der guten Sache nichts abhaben. Nach einer Woche Oldenburg / Bremen Aufenthalt ging es am 20.9. weiter nach Görlitz. Hier mußten wichtige Arzttermine wahr genommen werden und der Tausch meines Herzschrittmachers stand bevor. Dazwischen waren Reparaturarbeiten am Haus, am Auto, einschließlich die wiederkehrende FullSizeRender[1087503]Hauptuntersuchung (TÜV) angesagt. Natürlich traf man auch in der östlichsten Stadt Deutschlands alte Freunde wieder und lernte neue Freunde kennen. Ganz besonders wird mir das Mittagessen nach Hausfrauenart bei einer russischen Emigrantengruppe in Erinnerung bleiben. Tja, der medizinische Check war doch mehr als erfreulich. Magen und Darm ist laut CT ok, keine Auffälligkeiten. Die Herzleistung in Bezug auf das Pumpvermögen hat sich weiter verbessert und die Verkalkung der Arterien in Brust und Hals sind unbedeutend. Meinem Lebensziel, der 100 jährigen Geburtstagsfeier, bedarf es so keine Abstriche.
Die OP der erneuten Herzschrittmacherimplantation verlief so hervorragend, dass ich nach einem Tag bereits das Krankenhaus verlassen durfte und nach dem Entfernen der Fäden aus der Narbe griff ich direkt die letzte Etappe meiner Reise, die Heimfahrt an.
Am Donnerstag, dem 13.10. 2016 startet ich gegen 9.30 Uhr meine Heimfahrt und erledigte den letzen km der 1983 km langen Fahrt am 14.10.2016, um fast genau 2.00 Uhr. Trotz Schiet- und Bremer Schmuddelwetter brauchte ich weniger als 17 Stunden für diese Strecke.
Insgesamt bin ich vom 6.9. bis zum 14.10.2016 6.179 km gefahren. Wieder einmal alles ruhig und ohne Störungen bis auf folgenden Vorfall: Auf der Höhe zwischen Bremen und Oldenburg flog mir bei etwa 140 km/h der linke Vorderreifen weg. Später fand ich am linken vorderen Radkasten und auch an der Fahrertür in gleicher Höhe Einschlüsse, die von sogenannten Eierbechern. also Munition von Luftgewehren, stammen könnten. Entsprechend laute  Einschläge habe ich kurz vor dem Reifenplatzer vernommen, aber als Splittgeschosse, kommend von der anderen Fahrspur, eingeordnet. Eigentlich hoffe ich immer noch, dass diese Blechbeschädigungen eine andere Ursache als die einer möglichen Zielscheibe haben.

Ein Bremer ohne seinen Freimarkt (Freimaak), das ist so, als wenn man dem Rheinländer den Karneval weg nimmt. Es juckt einem im Hintern dabei zu sein, man(n) / Frau wird wehmütig und man hört im Geiste die jubelnde, singende und kreischende Menge an Menschen auf der Bürgerweide und hat erstaunlich realistisch den Geruch von Schmalzkuchen, Pferdewürstchen, gebratenen Äpfeln und den vielen anderen Köstlichkeiten in der Nase. Aber, .... es gibt ja Radio Bremen. Während der bremischen fünften Jahreszeit nimmt man von 19.30 bis 20.00 Uhr dank dem Fernsehen immer eine Handvoll Fernsehminuten “Freimaak” mit und wird so gleich viel entspannter. Ja, und dann ist ja immer noch der 2. Freimaakssonnabend, dem Tag des großen Umzuges durch die “gute Stube Bremens”, dem Bremer Marktplatz. Über 2 1/2 Stunden zogen Musikgruppen, Themenwagen und Vereine durch Bremen und all das zeigte uns Butenbremer der Fernsehsender von Radio Bremen hautnah. Es war der 49. Freimaak und dieses Jahr durften zum ersten Mal alle Zuschauer mittels ihrem sozialen Netzwerk mit Wort und Meinung teilnehmen. Diese Gelegenheit nahm auch ich war und meldete mich spontan via Facebook bei Radio Bremen.
Was dabei heraus kam, zeige ich euch im unten stehenden Video.
 

Freimaak2016

Das Video ist ein MP4 Datei und hat eine Größe von 11 MB. Ihr braucht dazu das z. B. Programm “QuickTime” von Apple..

Nun stehen wir wieder kurz vor dem großen Fest im Dezember. Die Welt wird immer verrückter, immer konfuser. Als normaler Mensch kann man sich eigentlich gar nicht wohlfühlen. Man kann tatsächlich nur darauf hoffen, dass das neue Jahr mehr Besinnung bringt und die Menschen wieder normal werden, normal denken und sich nicht von absonderlichen Ideen leiten lassen werden. Man sollte nicht nur an sich selbst denken, sondern auch daran, dass wir unseren Kindern die Möglichkeit geben, ihr Leben selbst zu gestalten zu können und dass sie nicht nur damit beschäftigt sind, dem Mist, den wir hinterlassen haben, zu beseitigen.
Politisch geht dieses Jahr genauso bescheiden zu Ende, wie es begonnen hat. Mord, Totschlag, Bomben, Attentate, Anschläge und kriegerische Handlung bestimmen die Politik. Dazu bestimmen in einigen Regionen ständig Hunger, Durst, Folter, Versklavung, Willkür, Machtgehabe  und große Armut den Alltag. Eigentlich hat sich in dieser Hinsicht seit dem Mittelalter nichts verändert.
Ich glaube, die Lebenden werden nicht mit Freuden auf das Chaos blicken können, was sie ihren Kindern hinterlassen. Leider.

Jahreswende. Ruhig und gelassen erleben wir die Jahreswende auf unserer deutschen Insel in Süditalien. Kaum Geknalle, kaum Feuerwerkskörper am Himmel. Ich bin wie immer draußen bei den Hunden und passe auf, dass sie sich nicht ängstigen. Heute brauchen sie nicht ins Haus, es bleibt alles ruhig.

Am 2. Januar 2017 kommt die schlechte, bittere Nachricht. Schwiegervater, gerade wieder wegen einer Lungenentzündung aus dem Krankenhaus entlassen, geht es sehr schlecht. Eine erneute Einweisung ins KH steht bevor. Wir stimmen einer Einweisung nach Rücksprache mit dem Hausarzt zu. Doch er schafft es nicht. Während der Einlieferung in die Notaufnahme verliert Erich Pfeiffer gegen 18.30 Uhr seinen Kampf und verstirbt ganz ruhig. Wir sind geschockt.

20. Januar 2017, die Bürokratie ist besiegt. Hatte schon fast vergessen, welcher Aufwand notwendig ist, einen Menschen zu beerdigen. Es waren schwere Tage bis heute. Besonders für Petra, die in Deutschland alles erledigen mußte. Hier in Italien haben mich Eis, Schnee und Minusgrade auf Trab gehalten. Eingefrorene Wasserpumpe und ein Rohrbruch an der unmöglichsten Stelle hat mich beschäftigt. Zum ersten Mal in den letzten 20 Jahren ist mir hier eine Leitung zu gefroren. Na, ist alles schon wieder Vergangenheit, sollte aber wenigsten mal kurz erwähnt werden.
Heißt aber auch, dass wir tatsächlich diesbezüglich vorsorgen müssen, dass uns das nicht noch einmal passiert.
Andere trifft es wieder weit aus härter. Die Erdbeben in Mittelitalien nehmen kein Ende. Dazu die ungeheuren Schneemassen und der Lawinenabgang in Abruzzen mit wahrscheinlich mehr als 30 Toten.
Besonders schlimm auch, der Einsturz eines Hochhausen in Teheran. Bis 30 Feuerwehrleute sollen bei den Löscharbeiten getötet worden sein.
Heute wird Trump der neue starke Mann in der Welt. Bin mir noch nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. Er wurde vom amerikanischen Volk gewählt, also wird man das Ergebnis auch ohne wenn und aber akzeptieren müssen. Ob es nun gut oder schlecht für den Rest der Welt ist, wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Ich mag lieber nicht meinen Bauch fragen.
Mist, Karl Tammen is tmit 92 verstorben. Ruhe in Frieden, Karl und pass auf uns auf.

13. März 2017. Nein, die Wahl in Amerika scheint nicht gut für die Welt zu sein. Noch weniger gut ist die Entwicklung in der Türkei. Erdowahn dreht irgendwie ab, verliert das Vertrauen vieler Menschen in der Welt und mausert sich zum neuen Diktator in Europa.
Die Vorbereitung für meinen alljährlichen Gedenktag sind angelaufen. Klaus B. kommt im Mai zu besuch und wird dabei sein. Ich freu mich schon. Vorher kommt noch meine Cousine Annegret aus dem Norden für 14 Tage der Republik zu uns. Na, da kommt wieder leben in die Bude.
Leben, ja es geht weiter mit der Zeit, obwohl die Welt einen traurig machen sollte. Gut, dass wir hier unsere eigene kleine “Insel” haben. Hier können wir das Elend der große, aber sehr erbärmlichen Weltpolitik vergessen oder ausgleichen. Eigentlich kann es ja nur besser werden, na, warten wir es ab.
Das Jahr zeigt sich nicht gerade von der besten Seite. Gestern, am 6.4.2017, verstarb mein Freund Hubert Koch nach längerer Krankheit ziemlich unerwartet. Viele offene Fragen um seinen vermissten Onkel Otto Thiede konnten wir zusammen beantworten, aber gefunden haben wir ihn, die Besatzung oder eine Spur von dem Flugzeug leider nicht. Hubert, ruhe in Frieden und ich weiß schon heute, ich werde dich vermissen

Langsam neigt sich der April dem Ende zu. Bis zum 15.4. war meine Cousine Annegret hier. Es war eine schöne Zeit und wir waren viel unterwegs. Wir waren nahe Potenza, bei Pisticcci, in Matera, in Alberobello, in Tursi  und der näheren Umgebung von Metaponto. Das Wetter war super und die Tage vergingen wie im Fluge.
Es sind nur noch weniger als 2 Wochen bis zum Gedenktag im Mai. Also, auch nur noch knappe 2 Wochen bis K.B. kommt. Ich freue mich schon richtig auf die Tage.
 

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