dieterrel

Internetstart am:
05. 05. 2005
Letzte Aktualisierung
am 11. 11. 2016

rauchmelder133
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Nach dem mein ehemaliges Forum “Gesucht-wird.eu” schon seit längerer Zeit wegen eines Softwarefehlers nicht mehr zu öffnen ist, habe ich mich entschlossen, die dort eingestellten Nachrufe von meinen verstorbenen Freunden und Mitstreiter aus der Vermisstensuche auf dieser Plattform erneut zu veröffentlichen. Die von Ihnen geleistete Hilfe ist unvergessen.

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Arthur Krüger

alias

Sori

Artur2

AK            *12.06.1920   +13.01.2009

Arthur wurde in der Freien Stadt Danzig geboren und wuchs dort auf.
Wie viele andere dieser Generation auch, wurde er als Soldat in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte verwickelt.
Zum Ende des Krieges konnte er sich nach Italien zurück ziehen, weil er sich als bei der Gefangennahme durch die Amerikaner Tiroler ausgab. Der Weg zurück in seine Heimatstadt war nicht möglich, da sie von den „Befreiern“ besetzt wurde. Er fand in Italien seine neue Heimat, in der er bis zu seinem tragischen Tod zufrieden lebte.
Stets hielt er mit den Kameraden des Stalingradbundes, dessen Mitglied er war, kontakt, fuhr bis ins hohe Alter zu deren Erinnerungsveranstaltungen und bemühte sich trotz des hohen Alters, mittels dem neuen Kommunikationsmittel Internet, in verschiedenen Foren sein Zeitzeugenwissen einzubringen.
Verschiedentlich führte dies zu teils heftigen Irritationen auf „beiden Seiten“. Er ahnte schon länger sicher, dass die Zeit für die Verbreitung seines gesamten Wissen nicht mehr reichen würde und plazierte daher seine mannigfachen Schriften auf viele Webseiten, die sich mit der Kriegszeit befassten.
Er war ein sehr direkter Mensch, ein Mensch. der seine Überzeugungen, egal wo, zu vertreten wußte und damit manchmal auch unbequem für seine Gesprächpartner sein konnte
Ich persönlich bin ihm heute dankbar dafür, leider erst im Nachhinein, dass er durch seine ganz andere Denkweise und Sicht der Dinge, mich so manche meiner eigenen Standpunkte von einer anderen Warte erkennen und formulieren ließ. Wir wurden beide am gleichen 12. Juni geboren.

Im Gedenken.

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Paul

alias

TranssortAdlersKind TAK

paul

Paul, vielen nur bekannt unter TAK, durfte nur 56 Jahre auf dieser Welt verweilen. Er hatte seit einigen Jahren, so wie ich auch, Probleme mit dem Herzen, das nun ohne große Vorwahrnung jede weitere Mitarbeit für immer eingestellt hat.
Ja, mit Paul konnte man arbeiten. Seine Ideen, seine Kreativität, seinen immerwährenden Blick nach vorne und seine Art Dinge direkt anzugehen, halfen über manche Hürden hinweg.

Unvergessen die Präsentationen von Adler sen.´s überlieferten Berichte und die Weiterführung der Suche nach vermissten Flugzeugbesatzungen des 2. Weltkrieges.

Vielen konnte er bei der Suche nach Vermissten mit Rat und Tat weiterhelfen und wenn es wirklich nicht weiter ging, so spendete er Hoffnung und Kraft, so dass aus der Mutlosigkeit ein Drang zum Weitermachen wurde.
Unvergessen sein Humor, sein Witz und so mancher Satz, der zum Nachdenken anregte.
Die Lücke, die du, Paul, hinterlässt, wird nicht zu schließen sein und darum erhältst du einen besonderen Platz in vielen Herzen, auch in meinem.

Paul, wir werden uns bestimmt noch einmal persönlich begegnen, bis dahin, mach´s gut.

Dieter
06.04.2009*

inge1

Inge Döhring

Hamburg

Von Dieter Schwenker alias Italodito

Ich möchte für meine Anteilnahme zum Tode von Inge Döring diesen Weg wählen, da ich im Forum nicht mehr registriert bin.
In den vielen aktiven Jahren der Vermisstensuche durfte ich eng mit Inge zusammenarbeiten. Ich habe sie schätzen gelernt und ihre Zielstrebigkeit, besonders ihre Hartnäckigkeit, immer wieder bewundert.
Ihre natürlichen Art Dinge anzugehen, musste einfach zum Erfolg führen. Sie hinterlässt eine Lücke, die wohl nie geschlossen werden kann.
Meine Gedanken sind voll Trauer und bei ihrer Familie, die einen wundervollen Menschen verloren hat.
Dieter Schwenker alias Italodito
05.05.2009

weers

Arnold Weers

Aurich

weers in balarus

Moin Arnold,

auch wenn ich dich nicht auf deinem letzten Weg nicht begleiten kann, möchte ich kundtun, dass ich heute in Gedanken in Aurich bin und Dir mental die letzte Ehre erweisen möchte.

In den ungezählten Stunden, in denen wir in den letzten Jahren fast täglich gemeinsam im Netz waren, wurden wir Freunde, Gegner, Mitstreiter und Kontrahenten. Trotz aller, in den Jahren entstandenen Differenzen und Meinungsverschiedenheiten haben wir nie den Respekt gegen den anderen verloren und die Meinung des anderen immer toleriert. Uns Beiden war die Sache, für die wir unsere freie Zeit verbrachten, immer wichtiger als jeder Streitpunkt, so dass wir immer wieder zueinander gefunden haben.

Für die gemeinsamen Jahre im WWW möchte ich Dir danken und verbeuge mich tief vor deiner außerordentliche Leistung in der Suche nach Kriegsvermissten und der informativen Arbeit in den verschiedensten Foren.

Nun, mein Freund, gehe den Weg, den du nun gehen mußt. Eines Tages werden wir uns wieder die Hand reichen.

Dieter


Arnold Weers
* 25.8.1949   +   26.11.2009


Gestern, nach dem Lesen dieser unfassbaren Nachricht, war ich nicht fähig, klar zu denken, geschweige etwas sinnvolles nieder zuschreiben. Zu tief und unerwartet traf mich diese unglaubliche, traurige Nachricht. Heute geht es etwas besser, doch immer wieder gehen mir Zitate, Sprüche und Handlungen, ausgesprochen  oder  geschehen durch Arnold, durch den Kopf. Fassen und begreifen kann ich sein plötzliches Ableben jedoch noch immer nicht.

Irgendwann Anfang 2004 bekam ich eine Mail von Arnold mit Bezug auf die AR 120. Ich hatte gerade die Suche nach meinem Verwandten Weert Zell, der am 4.10.1941 sein junges Leben in Russland verloren hatte, begonnen, da teilte mir Arnold mit, dass er einen Onkel hatte, der in der gleichen Einheit seinen Kriegsdienst versah und ebenfalls nicht wieder nach Hause gekommen ist. Sein Ziel war es, den Weg seines Onkel aufzuarbeiten und das Geschehene in Wort und Bild festzuhalten. Parallel suchte er das Grab eines weiteren Onkel, der ebenfalls in Belarus gefallen ist.

Aus dieser einen Mail wurde ein reger Datenaustausch, in dem mehr und mehr auch Privates  ausgetauscht wurde. Es dauerte auch nicht lange, da wurden die Mails durch Telefonate ergänzt. Es flossen immer mehr private Informationen in diese Gespräche ein, so dass schnell eine freundschaftliche Verbundenheit entstand. Die Grundlage dieser Freundschaft waren viele Gemeinsamkeiten wie das gleiche Alter, die Familiengröße, das Norddeutsche, die Kindheit - wir beide sind in den Ruinen unserer Heimatstädte aufgewachsen -  und natürlich das gemeinsame Interesse an dem Verbleib unserer Verwandten während des zweiten Weltkrieges.

Im Jahre 2005 besuchte ich zum ersten Mal das Forum des VKSVG und welchen Nick sehe ich plötzlich, den, von Arnold Weers. Die Freude auf beiden Seiten war groß und es begann ein langer Weg durch die einschlägige Forumsgemeinde, die sich mit der Vermisstensuche befasste.
Beide wurden wir im Jahre 2006 Mitglied im Verein des VKSVG, mit 24 Stunden Abstand wurden wir beide in dem Forum zum MOD befördert und beide einige Monate später, allerdings um ein paar Wochen zeitversetzt, von der Vereinsarbeit ausgeschlossen. Während dieser Zeit gab es eine Phase, in der wir nicht nicht zusammen, sondern gegeneinander gearbeitet haben. Ungern erinnere in mich heute an diese Wochen.

2007 gehörte Arnold zu den Mitgründern meines neuen Forums „gesucht wird“ und wurde ein tragende Säule dieser Internetplattform. Ohne sein Wissen und seinem unermüdlichen Einsatz hätte die geleistete Forumsarbeit nie so erfolgreich sein können wie sich sich im Laufe der Zeit präsentieren durfte. Neben der Forumsarbeit wurde auch der privaten Kontakt von mir zu Arnold wieder intensiver und vor allem, auch wieder vertraulicher.

Von meiner Seite aus war, in punkto der Forumsarbeit, das Usertreffen 2007 in Görlitz der Höhepunkt des Jahres. Hier durfte ich Arnold so kennenlernen wie er leibt und lebte.

Obwohl die Arbeit des ADMIN im „Forum der Wehrmacht“ viel seiner Zeit beanspruchte, blieb Arnold dem Forum „Gesucht wird“ treu verbunden und war, immer, wenn er nötig gebraucht wurde, zur Stelle.    

Auch mit meinem Rücktritt aus dem Forum “Gesucht wird“ im Jahre 2008 blieben wir miteinander verbunden. Der Kontakt wurde zwar weniger, aber dennoch telefonierte man des Öfteren miteinander oder kontaktierte sich mittels Mail oder der  Option “persönliche Nachricht“ der Foren. Es war immer gut zu Wissen, dort gab es jemanden, auf den man sich verlassen konnte.

Für mich unvergessen wird sein Schlusswort „Gruß an die Hacke“ bleiben. Seit vielen Jahren beendete er seine Nachrichten an mich mit diesen Worten. Für viele andere wird er durch seine fundamentierte, selbstlose Hilfe zum Auffinden von Gefallenen, Gräber von Vermissten oder dem letzten Aufenthaltsort einer gesuchten Person unvergessen bleiben.

Lieber Arnold, ruhe in Frieden
   

peter

Peter Hoffmann

alias

PeterK

...aus dem Forum der Wehrmacht.de.

Gerade habe ich über Umwege von dem schrecklichen Verlust meines langjährigen Weggefährten "PeterK" Kenntnis nehmen müssen. Peter war einer der Ersten, die ich in dieser Forumswelt kennen und auch schätzen gelernt habe.

Mein aufrichtiges Beileid an alle Angehörigen, besonders aber an seine liebe Frau Manuela, und an alle Freunde, die um Peter trauern.

Danke, Peter, dass ich eine Zeit dein Begleiter sein durfte.
 


...aus dem Forum gesucht wird.eu.

Ich habe gerade im FdW die schlimme Nachricht zur Kenntnis nehmen müssen, dass unser Freund Peter nach langer Krankheit verstorben ist.
Peter habe ich hier, in diesem Forum, vor sechs Jahren kennen und schätzen gelernt. In den verschiedenen Foren haben wir immer wieder eng zusammenarbeiten dürfen.
Viele Jahre war er auch in diesem Forum eine tragende Kraft.

Peter, danke dir, dass ich ein Stück deines Weges mit dir gemeinsam gehen durfte.

23.06.2010

sonja

Sonja Benz

 

Ich sehe im Moment nur ein schwarzes Loch. Der Tod ist meistens so weit weg und dann steht er auf einmal fast neben dir. Sonja, ich hoffe, du steht nun im Licht der Ewigkeit und beginnst deine Reise in die Herrlichkeit. Wir werden uns eines Tages wiedersehen.

Seit 2004 kannte ich Sonja. Habe damals mit vielen anderen in einem Vermissten-Forum nach ihren Großvater, dem Flugzeugführer Herbert Holzmann gesucht und auch sein Schicksal mit klären können. Seither waren gute Freunde, die Tag und Nacht, Stunde um Stunde geschattet und geskyptet haben. In diesen Gesprächen wurde es immer privater. Familien internes und familiäre Ereignisse kamen mehr und mehr zur Sprache. Man half sich gegenseitig und versuchte gemeinsam Lösungen für alle auftretenden Probleme. Sonja half mir, ich durfte ihr helfen. Sonja unterstütze mich, ich durfte Sonja unterstützen. Sonja war für mich da, ich war es für Sonja.
Viele Jahre hingen wir Beide so stundenlang an der "Strippe" oder vor der Tastatur.
Im letzten Jahr im Juli 2013 war dann das große persönliche Treffen in ihrem Hause. Es gab keine Begegnungsängste. Es war alles so natürlich, ja fast selbstverständlich, als wenn ich dort schon ewig ein und ausgegangen bin. Dazu muß ich nun auch ihre Familie und ihre Freunde mit einbeziehen. Es war für mich ein unvergessliches schönes Wochenende.
Ja, wir wußten damals schon, das Sonja unheilbar krank war und irgendwann in den nächsten Jahren diesen einsamen Weg antreten mußte. Damals waren wir uns einig, das wir gemeinsam diese Krankheit besiegen und dem Leben einige zusätzliche Monate abtrotzen. Heute fand unser Kampf ein Ende und das, was uns nun mehr bleibt, ist die Erinnerung an einen wunderbaren Menschen, der viel zu früh den unendlichen Weg in die Unendlichkeit gehen mußte. Sonja, grüße bitte alles unsere gemeinsamen Freunde und Bekannte, die diesen Weg bereits vor dir gegangen sind. Ich weiß, wir sehen uns wieder.

Dieter, den 26. Mai 2014

 Ich danke allen Besuchern für das Interesse an meiner Webseite.