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Letzte Aktualisierung
am 11. 11. 2016

rauchmelder133
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Herbert Holzmann 

Kampfgruppe 1 /  Staffel 9

Eine weitere Suche mit Bezug zum KG 1 (2005/6)

Die Suche von Sonja Benz nach ihrem Onkel Herbert Holzmann, Flugzeugführer im KG1, aus dem Jahre 2005.

Folgendes war uns bekannt:
Herbert Holzmann war Flieger bei der Luftwaffe
geb. am: 28.04.1918
Von ihm habe ich ein Originalschreiben ( Poststempel 09.12.37 )
In dem steht gekürzt:
- Sie sind der 1. Kompanie der Flieger – Ersatzabteilung 14 Detmold zugeteilt
Es enthält keine weiteren wichtigen Info´s
Zn der Datenbank des VdK gibt es die Information:
Todes- / Vermißtendatum 01.10.1942 / Todesort: IlmesSee / Russlane
Herbert wurde nie für Tod erklärt.
Die Antwort meiner Nachfrage beim VdK war wenig informativ
Auf der Anfrage bekam ich von der WASt die Auskunft, es
dauert mehr als 15 Monate bis eine Antwort kommt kann.

Bei der WASt sowie beim VdK habe ich um eine Kameradenerklärung gebeten,
allerdings vom VdK nichts erhalten, bei der WASt warte ich immer noch auf Antwort.

Mehr habe ich im Moment leider nicht über Herbert.

Gruß
Sonja

Ergebnis unserer Forschung nach WAST-Auskunft kompletiert.(Stand: 26.10.06):
Es wurde ein langer, über 26 Seiten langer Thread, an dem viele User beteiligt waren.

Zusammenfassung: Herbert Holzmann

Allgemein:
Geboren am 28.4.1918 in Neulussheim
Vermisst seit 04.10.1942
Familienstand: ledig
letzter Beruf: Berufssoldat
Stationiert bei Kriegsbeginn: Luftwaffe Garnision Köln
Letzter Dienstgrad: Unteroffizier
Letzte Feldpostnummer: L34933, FP ist belegt wie folgt:

       (28.2.1941-29.7.1941) III. Gruppe Kampf-Geschwader 1 (Hindenburg),
       (1.3.1942-7.9.1942) III. Gruppe Kampf-Geschwader 1,
       (23.4.1944-24.11.1944)6.5.1944 gestrichen.

letzte eigene Nachricht: vom 3.10.42 aus Königsberg.

Ausbildungen des Herbert Holzmann:
Detmold Flieger Grundausbildung am 09.12.37 zugeteilt
Brünn vermutlich auch Fliegerausbildung in
Markersdorf / St. Pölten (AT) Flugführerausbildung frühstens ab 22.2.1940
Ernannt zum Flugzeugführer am 1.4.1941 (kein Aprilscherz  )
Flugzeugfführer einer JU 88A (mit 4 Mann Besatzung)
9. Staffel des 1. Kampfgeschwaders "Hindenburg" (III. Gruppe)

letzter Einsatz am 4.10.1942:
Bombenangriff auf ein russisch besetztes Dorf am "Lowatbogen" (auch "Lowatschleife")
Mit der Junkers Ju 88A (Werksnummer 144 169 und dem Kennzeichen V4 + KT)

Bordbesatzung:
Flugzeugführer Herbet Holzmann , Uffz.(vermisst)
Beobachter Wolf Gerhard, Ogefr. (vermisst)
Bordfunker Erwin Krause , Gefr. (einziger Überlebender)
Bordschütze Josef Scholze, Gefr.(erschossen)

Letztes bekanntes Ereigmis:
Gelungene Notlandung auf Feindgebiet bei Ljaschowitzschki, südöstlich von Luka an der "Lowatschleife"
Die Notlandung haben alle unverletzt überstanden. Dann wurde die Gruppe von Russen angegriffen.
Die Gruppe versuchte zu fliehen. Jedoch nur einer (der Bordfunker, Gefr. Erwin Krause) konnte sich zu den deutschen Linien durchschlagen

Bemerkung:
Der Absturzflug war Herberts 25. Feindflug
Herbert war erst seit kurzem bei seiner Staffel (9./KG1)
Herbert ist zusammen auf einem Gruppenfoto mit dem Ritterkreuzträger Feldwebel Kurt Mevissen zu sehen (Seite 1+2)

Auszeichnungen:
- Abzeichen für Flugzeugführer verliehen am 1.4.1941
- Eiserne Kreuz 2. Klasse
- Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze

Bestimmungen für die Verleihung der Frontflugspange vom 30. Januar 1941:
1. Die Frontflugspange wird in 3 verschiedenen Ausführungen in Metall verliehen, entsprechend dem Fronteinsatz
bei Jagd-, Zerstörer- und Schlachtverbänden, bei Kampf- und Sturzkampf-, sowie Transport- und L. L. (Luftlande-) Verbänden bei Aufklärungs-, auch Seenotverbänden und Wettererkundungsstaffeln.
2. Der Anzahl der durchgeführten Frontflüge entsprechend erfolgt die Verleihung der Frontflug-Spange
ab 20 Frontflügen in Bronze,
ab 60 Frontflügen in Silber,
ab 110 Frontflügen in Gold.
Bei Verleihung in Silber ist die bereits getragene Spange in Bronze, bei Verleihung in Gold die Spange in Silber abzulegen und zurückzugeben

Der Verbleib von Herbert Holzmann konnte nicht festgestellt werden. Sein Schicksal bleibt weiterhin ungeklärt.
Die Frage, ob er die Flucht vor den russischen Truppen überlebt hat und in Gefangenschaft geraten ist, konnte nicht beantwortet werden. Bisher ließen sich in den russischen Archiven keine Unterlagen über Herbert Holzmann finden.

Das Gerüst dieser Aufstellung stammt von FRank Manns.

fotoholzmann

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