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05. 05. 2005
Letzte Aktualisierung
am 11. 05. 2019

rauchmelder133

Löschen - Retten - Helfen

Löschwasserversorgung, Schlauchwesen, Atemschutz, Wiederbelebung, persönliche Ausrüstung
 

Herbert Neuhaus, Bremen
Im Laufe der Zeit wurden die Geräte der Feuerwehr weiterentwickelt und vervollständigt. Ein großer Schritt vorwärts war die Erfindung der Pumpe und die Herstellung von Schläuchen. Erst durch sie gelang es, das Löschwasser mühelos und gezielt auf den Brandherd zu bringen. Trotz der Entwicklung neuartiger Löschmittel hat das Wasser für die Brandbekämpfung an Bedeutung nicht verloren. Aus diesem Grunde ist es Aufgabe der Feuerwehr dafür zu sorgen, daß es überall in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Sie wacht darüber, daß bei der Erschließung neuer Wohn- und Industriegebiete die Wasserversorgungsleitungen einen genügend großen Durchmesser erhalten und ausreichend mit Hydranten zur Löschwasserentnahme ausgestattet werden. In speziellen Fällen werden auch gesonderte Löschwasserleitungen gefordert. Weiterhin muß die Löschwasserversorgung auch bei einem Ausfall der öffentlichen Wasserversorgung gewährleistet sein. In vertretbaren und schnell erreichbaren Abständen müssen Brunnen oder offene Gewässer vorhanden sein oder angelegt werden. Doch — um schließlich eine weitere Aufgabe der Abteilung IV zu erwähnen — nützt auch reichlich vorhandenes Löschwasser nichts, wenn nicht gutes und ausreichendes Schlauchmaterial zur Verfügung steht. Während früher besonders langfaseriger Hanf verwendet wurde, bestehen die modernen Feuerwehr-Schläuche aus Trevira oder Diolen mit Innengummierung

Eine ausreichende Löschwasserversorgung und gutes Schlauchmaterial sind Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Brandbekämpfung
           

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Ohne Nahrung kann der Mensch mehrere Tage lang existieren — ohne gesunde Atemluft jedoch nur wenige Minuten. Kaum jemand weiß das besser als die Männer der Feuerwehr — wo sie arbeiten, an Brandorten und in Räumen, die von vergifteter Luft erfüllt sind, wird Atem zur Daseinsfrage. Wer — wie die Feuerwehr — andere retten will, der muß selbst einwandfreie Luft atmen können. Auch der Schaden, der bei einem Brand entsteht, wird um so geringer sein, je näher die Feuerwehrleute an den Brandherd herankommen. Das Atemschutzgerät ist deshalb eines der wichtigsten Geräte der Feuerwehrleute. Die Atemschutz-Werkstatt wartet und pflegt diese lebenswichtigen Geräte mit der größten Sorgfalt. Auch die Beamten der Feuerwehr, die diese Geräte tragen, müssen ständig geschult und an die veränderten Verhältnisse, die beim Atmen unter „SS-Geräten" — so nennt sie die Feuerwehr — auftreten, gewöhnt werden. Bei Unglücksfällen aller Art tritt häufig Atemstillstand und Kreislaufkollaps auf. 1846 Menschen von 2398 bereits Totgeglaubten — das sind mehr als drei Viertel — wurden von Feuerwehrleuten in den letzten zehn Jahren wieder ins Leben zurückgerufen. Voraussetzung dafür ist der möglichst schnelle Beginn mit der Wiederbelebung, die notfalls auch als Mund- zu Mund- Beatmung begonnen werden kann, bevor der Patient im Krankenhaus behandelt wird. Die Beamten der Bremer Feuerwehr sind auf jede Art von Wiederbelebungsversuchen vorbereitet — sie werden schon in der Grundausbildung damit vertraut gemacht und später ständig fortgebildet.

Wenn die Hilfe des Laien nicht ausreicht

Ein Notarztwagen ist in den Stadt. Krankenanstalten stationiert und mit einem Arzt und einem Fahrer besetzt. Er stellt eine wichtige Ergänzung bei der Bergung und Versorgung von Unfallverletzten dar. Es handelt sich nicht um einen fahrbaren Operationssaal. Ein so weitgehender ärztlicher Eingriff läßt sich zum Wohle des Verunglückten viel besser im nächsten Krankenhaus durchführen. Der Arzt hat vielmehr die Aufgabe, den Kreislauf und die Atmung des Verletzten aufrechtzuerhalten oder wieder in Gang zu bringen um ihn transportfähig zu machen und vor weiteren Schäden zu bewahren. Die Alarmierung erfolgt durch die Feuerwehr sofort, wenn aus der Meldung hervorgeht, daß es sich um einen Großunfall handelt wie z. B. bei einem Flugunfall, einem Eisenbahnunglück oder bei Massenkollisionen von Kraftfahrzeugen. Ferner wird er unter anderem immer dann eingesetzt, wenn Verletzte eingeklemmt oder verschüttet sind und ihre Bergung längere Zeit in Anspruch nimmt.

Der gute Anzug des Feuerwehrmannes

Die Schutzkleidung ist — wie die gesamte persönliche Ausrüstung des Feuerwehrbeamten — ganz auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet. In früheren Zeiten war dies allerdings anders: Die Ausrüstung sah — für damalige Begriffe — gut aus, entsprach jedoch nicht den Erfordernissen der Feuerwehr. Auch heute wird noch Wert auf Äußerlichkeiten gelegt — so wird beispielsweise ein Brand noch immer „stilgerecht" mit einer umgebundenen Krawatte bekämpft —, die Männer der Feuerwehr hoffen jedoch auf weitere Verbesserungen.

Chemikalienbrand im Laderaum eines Frachtschiffes. Giftige und ätzende Rauchschwaden behindern einen gezielten Löschangriff. Die Einsatzkräfte könnensich nur unter schwerem Atemschutz an das geöffnete Luk herantasten. Nur ausgedehnte Lagerkellerbrände stellen die Feuerwehr vor eine etwa gleich schwere Aufgabe.

Rauchmelder im Dach des Bremer Rathauses sollen schlimme Folgen verhindern.

 

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