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Letzte Aktualisierung
am 11. 11. 2016

rauchmelder133
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Im Zeitraffer: Das wirken von Heinrich Schwenker

Heinrich Schwenker, der das Tischlerhandwerk erlernt hatte, wurde als Achtzehnjähriger in den Arbeitsdienst eingezogen und war, diese Zeit und den Wehrdienst einbezogen, seither im öffentlichen Dienst tätig. Noch im selben Jahr, l936, kam die Einberufung zur Wehrmacht Dort versah Heinrich Schwenker seinen Dienst bis zum Ende des Krieges. Nach seiner Gefangenschaft konnte er schließlich 1946 in seine Heimat zurückkehren. Seit dieser Zeit diente Heinrich Schwenker bei der hiesigen Berufsfeuerwehr
Der heutige Pensionär war in den Jahren nach dem Kriege immer ein agiler, politisch interessierter Bürger seiner Heimatstadt gewesen. Im Jahre 1957 gründete Heinrich Schwenker den „Verband der Feuerwehrbeamten im Deutschen Beamtenbund" und war lange Zeit dessen Vorsitzender, Dazu übernahm er 1958 für acht Jahre die Mitarbeit im Personalrat der Feuerwehr Bremens. „100 Jahre Feuerwehr in Bremen" hieß die Chronik, die der damalige Oberfeuerwehrmann 1970 zur 100 Jahresfeier der Bremer Berufsfeuerwehr erstellte.

In den 50ziger Jahren trat er aus Überzeugung der Bremer FDP bei und nahm aktiv an der Parteiarbeit teil.
1961 ließ er sich von der FDP zur Bürgerschaftswahl aufstellen und kandidierte leider nicht erfolgreich. Obwohl die FDP damals mit der SPD Regierungspartei wurde, reichte die Anzahl der erreichten Stimme für einen Einzug in die Bremer Bürgerschaft nicht aus.
Die bundesweiten Änderungen der parteipolitischen Richtung der FDP veranlaßten Heinrich Schwenker Anfang der 70ziger Jahre die Partei zu verlassen und er wurde Mitglied der Bremer SPD. Hier übernahm er keine politischen Ämter, nahm aber an den Sitzungen des Ortsverbandes BREMEN - NEUSTADT regelmäßig teil.

Zwischenzeitlich bestellte die Justiz der Hansestadt Bremen ihn für mehrere Jahren zum Schöffen beim Amts- und Landgericht.
Auch zum Vormund eines unmündigen jungen Mannes wurde er von der Stadt Bremen ausgewählt und vertrat dessen Belange bis zu seinem Tode.

Aber auch Fragen und Probleme des Schulwesens interessierten Heinrich Schwenker sehr. 1961 wurde er als Klassenelternsprecher zum Schulelternsprecher der Sonderschule an der “Valkenburgstraße” gewählt und zwei Jahre später zum Sprecher aller Sonderschulen im Zentralelternbeirat. Auch dem Ausschuß „Sonderschulen" im Bundeselternrat half Heinrich Schwenker als Mitbegründer auf die Beine.

Den “ Verein zur gemeinnützigen Förderung der Sonderschüler Bremen e. V.". gründete Heinrich Schwenker aus eigener Initiative im Jahre 1967. Seit dieser Zeit war er nicht nur der 1. Vorsitzende, sondern der Motor dieser sozial so wertvollen Interessenvertretung. Mehr und mehr ähnliche Fördervereine bildeten sich im Bundesgebiet, und so war es nicht verwunderlich, daß Heinrich Schwenker 1974 auch zum Vorsitzender einer Bundesarbeitsgemeinschaft gewählt wurde.

Sein rastloses Bemühen um Behinderte wurde denn auch 1975 entsprechend belohnt. Heinrich Schwenker erhielt das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Schüler, Eltern, Mitglieder des Vereines und viele Lehrer wünschten, daß der 1. Vorsitzende noch lange seine segensreiche Arbeit fortführen konnte. 

1978 wurde Heinrich Schwenker als Oberbrandmeister der Berufsfeuerwehr Bremen aus dem Staatsdienst entlassen.

Aus gesundheitlichen Gründen legte er in den Jahren 1980 und 1981 alle ehrenamtlichen Ämter ab und lebte als Pensionär ein abwechslungsreiches Leben bis zu seinem, für alle überraschenden, Tode am 11. Februar 1985.

Zur Bundesverdienstorderverleihung
 

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dieterrel