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05. 05. 2005
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am 11. 11. 2016

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  5. Dezember 1941 / Raum Ukraine / Heeresgruppe Mitte /

16. Inf.-Division / 2. Armee / 2. Pz.Armee /

 Am 5. Dezember 1941 begann die Rote Armee im Mittelabschnitt der Ostfront eine Gegenoffensive mit Schwerpunkten gegen den nördlichen und südlichen Flügel der deutschen Heeresgruppe Mitte. Als die für den Winterkrieg gut ausgerüsteten sowjetischen Truppen die Front bei Tula durchbrochen hatten, mußten unter dem Druck des Gegners auch die südlich anschließende 2. Panzer-Armee und 2. Armee zurückgehen. Am 20. Dezember griff die sowjetische 40. Armee in Richtung Kursk an, um die Heeresgruppe Mitte und Süd voneinander zu trennen.

Die 16. Infanterie-Division (mot.) im Verband des XXXXVIII. (48.) Armee-Korps (mot.) hatte bis Anfang Dezember den Raum Tim, 70 km östwärts von Kursk, erreicht und verteidigte einen Abschnitt südlich der Bahnlinie Woronesh-Kursk. Sie wurde nach Einbrüchen in die Hauptkampflinie bei Pokrowskoje, Panskoje und Karandakowo, nordwärts von Tim, zunächst zum Tim-Fluß zurückgedrängt. Nachdem am nächsten Tag der Ort Tim aufgegeben worden war, gelang es den Einheiten der Division erst wieder 15 Kilometer westlich des Ortes eine, wenn auch nur stützpunktartig besetzte, Abwehrfront beiderseits der Straße nach Kursk zu bilden. Nach Umgliederung seiner Verbände griff der Gegner am 1. Januar 1942 nördlich der Straße erneut an. In harten Abwehrkämpfen unter winterlich schwierigen Bedingungen konnte die Ortschaft Sokolja Plota am linken Flügel der Division gehalten werden. Wenige Kilometer nördlich davon brachen jedoch sowjetische Panzer, gefolgt von Infanterie, nach der Einnahme von Morosowo, an Suchodol vorbei, im Rücken der deutschen Einheiten nach Süden bis zur Straße Tim-Kursk durch. Sie schlossen am 4. Januar in verlustreichen Kämpfen, bei denen das Infanterie-Regiment 60 nahezu aufgerieben wurde, Teile der Division um Dmitrijewka ein. Restliche Gruppen kämpften sich nach Südwesten zu Auffangstellungen bei Kolodes und Pachanok durch. Gegenangriffe der 9. Panzer-Divison und Teile der 88. Infanterie-Division verhinderten einen gegnerischen Durchbruch bei Kursk. Gegen Mitte Januar hatte sich hier die Front wieder gefestigt.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der 16. Infanterie-Division (mot.) vermißt. Viele von ihnen sind gefallen, andere gerieten in sowjetische Gefangenschaft.

Schon bei den Märschen in die Lager starben kranke und verwundete Kriegsgefangene, die den Strapazen nicht mehr gewachsen waren. Unzureichende Bekleidung und Verpflegung sowie aufgrund ungenügender sanitärer Verhältnisse in den Lager auftretende Epidemien führten besonders in den Jahren 1945 und 1946 zu zahlreichen Todesfällen.

 

17. Dezember 1941 / Raum Ukraine / Heeresgruppe Süd /

22. Inf.- Div/ Inf. Rgm.16 /2. Pionier Bat. 22 /

 Am 17. Dezember 1941 begann der Angriff um 6.10 Uhr. 1 1/2 km westlich von Duwankoj stieß das Bataillon auf starken feindlichen Widerstand aus Häusern und Feldstellungen sowie aus ausgebauten Bunkern an Hängen beiderseits des Tales. Die 1. Kompanie wurde abgeschnitten und richtete sich zur Verteidigung ein. Der 2. Kompanie gelang es im Schutze der Dunkelheit an der Bahn entlang etwa 3 km unbemerkt vorwärts zu kommen. Rechts der Bahn wurde ein Minenfeld in einem Garten festgestellt. Die Kompanie kam unter Feuerschutz der s.MG. bis in den Panzergraben, wo sie vorerst liegen blieb. Die 3. Kompanie stand in der Kolchose Sjuren bereit, um Gräben und Trichter zu überbrücken und das Gelände zu entminen. In den Nachmittagsstunden zog die Kompanie nach Duwankoj vor.

Am 18. Dezember 1941 trat die 1. Kompanie erneut zum Angriff an und gewann nach Brechen schwachen Widerstandes 3 km Gelände, bis sie wegen starken feindlichen Widerstandes aus einem Panzergraben und Beton-Geschützbunkern erneut liegen blieb.

Die 2. Kompanie blieb in ihren Verteidigungsstellungen im Panzergraben und wehrte mehrere russische Angriffe ab. Während des ganzen Tages lag die Stellung unter schwerem Artilleriefeuer und Luftangriffen. Die 3. Kompanie verstärkte die 1. Kompanie durch einen Zug, die restlichen Züge entminten die Straße.

Am 19. Dezember 1941 erreichte die 1. Kompanie unterschwierigsten Verhältnissen den Panzergraben, etwa 2 km östlich von Belbek. Hier richtete sich die Kompanie zur Verteidigung ein. Sie erhielt Feuerunterstützung durch zwei 2-cm Flakgeschütze. Die 2. und 3. Kompanie nahmen im Verbund den gegenüberliegenden Geschützbunker durch Hohlladungen und Handgranaten. Außerdem gingen die Kompanien gegen die Stellungen auf den Höhen vor und es gelang, den Feind etwa 5 km nach Duwankoj zurückzutreiben. Am 20. Dezember griff das gesamte Bataillon gegen feindlichen Widerstand weiter an, blieb aber schließlich liegen und ging zur Verteidigung über. Am 21. Dezember verblieb das Bataillon in seinen Stellungen, bevor es am 22. Dezember wieder angriff. Die 1. Kompanie setzte um 6.30 Uhr seinen Angriff mit Flak- und Artillerie-Unterstützung fort und konnte den Gegner hinter die Straßengabel 600 m ostwärts von Balbek zurückwerfen. Ein Betonbunker an der Straßengabel wurde durch die Pak geblendet und mit geballten Ladungen und Handgranaten genommen. Um 16.30 kam es zu einem Gegenangriff der Russen, der aber abgeschlagen werden konnte. Die 2. Kompanie trat mit dem II. / Infanterie-Regiment 16 zum Angriff auf die letzte Höhe vor der Eisenbahnbrücke an. Es gelang ihr, den Feind aus den Feldstellungen zu werfen und einen Holzbunker zu nehmen. Anschließend Sicherung in Richtung Brücke. Gegen Abend wurde die Kompanie durch die 4. E-Kompanie abgelöst und wieder dem Bataillon unterstellt. Die 3. Kompanie erreichte zusammen mit der 1. Kompanie, Flak und Pak gegen 10.30 Uhr die Straßengabel ostwärts von Belek und verteidigte sich hier gegen starken Feind aus Richtung Belek.

Am 23. Dezember wurde die 1. Kompanie in dem inzwischen durch die Infanterie erreichten Belek eingesetzt. Die 2. Kompanie wurde zum Verminen einer Straße eingesetzt, die 3. Kompanie zu Sicherungsaufgaben.

Am 24. Dezember 1941 wurden die 1. und 2. Kompanie zu Verminungs- und Sicherungsaufgaben eingesetzt, die 3. Kompanie begann mit dem Bau einer festen Abfahrt für den Bau einer 16-t-Kriegsbrücke.

Am 25. Dezember wurden die Arbeiten des Vortages fortgesetzt. Die 3. Kompanie begann mit dem Bau der Kriegsbrücke, die am 26. Dezember 1941 um 11.30 Uhr fertig gestellt wurde.

Während dieser Kampfhandlungen hatte das Bataillon 56 Gefallene, 150 Verwundete und 5 Vermißte zu beklagen.

 

  20. Juli 1942 / Raum Kurks / Heeresgruppe Mitte /

356. Inf.- Div / PzGren. Rgm.686 / SS „Das Reich“ u. Totenkopf / 

Die 6. Armee fing mit Artillerievorbereitungen – in Koordination mit Bodenangriffen der Luftwaffe – um 07:00 die Angriffstruppe fing sein Vorwärtsmarsch um 08:10 an. Das Wetter war sonnig und sehr warm, und unsere Truppen haben am Anfang gute Fortschritte gemacht. Trotz zähem russischen Widerstand, hat im Sektor des von General Brandenbergers XXIX Korps die verstärkten Grenadier Regiment 686 (356. Infantrie Division) den Okhhovchictal penetriert, um den Hügel östlich von Yelizavetinski zu erobern. Gleichfalls eroberte langsam der II. Batallion /Grenadier Regiment 95 (17. Infanterie Division) Boden zum Nordwesten des gleichen Tals.

Angesichts des späteren Verlaufs des Kampfes hat der XXIV Panzerkorps des General Nehrings die besten Erstergebnisse erzielt. Kampfgruppe Major Schaegger (Panzerelemente des Panzer Regiment 201, II Battalion//Panzergrenadier Regiment 126, und Panzer Aufklärung Battalion 23) preschten durch den Wald nördlich von Saur Mogilski schnell voran, und haben erfolgreich die Ruine Garany sowohl die beherrschenden (?) Hügel 202 und 196.0 erobert. Zeitgleich, nach anstrengenden Kämpfen um die verbleibenden armseligen Hütten im Dorf, eroberten Teile des General von Schwerins Panzergrenadier Division den Hügel nordöstlich von Seminvoski.

Gleich beim ersten Angriff eroberten Gruppenführer Walter Krueger's SS „Das Reich“ Panzergrenadier Division eroberte Hügel 230.9 und die Angriffsspitze durchdrang weiter das Tal bis ins Dorf Stepanovka. Während wütende Häuserkämpfe in Stepanovka stattfanden, stiessen die Panzerelemente der Division weiter nach Südost und stellte den Hügel anderthalb Kilometer südlich von Stepanovka fest.

Für den Angriff entlang des zentralen Bergrückens Richtung Hügel 213.9 war Brigadeführer Hermann Preiss's SS „Totenkopf Panzergrenadier-Division“ von den parallelen Angriffe von Das Reich und die 3. Panzer-Division abhängig, da diese die Sowietischen Schutzfeuer von Stepanovka und Hügel 173.4 eliminieren sollten. Leider hatten die Russen die vorangegangenen 48 Stunden benutzt, um schwere Verteidigung für Hügel 213.9 vorzubereiten: Widerstandsnester zwischen den Wiesen voll hoher Ähren und Sonnenblumen; eingebuddelten T-34er; breit verteilte Panzerabwehrkanonen; und verstreute Minenfelder. Es wurde schell klar, dass die Truppen der Roten Armee, die den Hügel 213.9 verteidigten, überhaupt nicht dadurch verschreckt wurden, dass die linke Flügel der Totenköpfe die Gerasimova Schlucht penetriert und das Dorf erobert hatten, denn die benachbarten Hügel im Südost und Nordwest schützen ihre Flanken vollkommen.

Obwohl Lieutenant General Franz Westhoven Ingenieure beantragt hatte, Wege durch die russischen Minenfelder zu sichern, hatte es angesichts der starken Panzerabwehr seine 3. Panzer-Division nicht geschafft, weiter als Grushevy vorzurücken. Die Sowjetischen Abwehr brachten auch die Angriffe der 306. Infanterie-Division General Koehlers ausserhalb Paradrievo zum Stillstand. Die Konsequenz aller dieser Faktoren war, dass der Totenkopf wenig Erfolg in seinem Angriff gegen Hügel 213.9 verbuchen konnte und sich gezwungen sah, seine Panzer zurückzuziehen.

Trotz der frühen Erfolge der XXIX und XXIV Panzer-Korps waren die Ergebnisse des ersten Tages des Angriffs alles andere als ermutigend.

Obwohl unsere Truppen 3.000 Gefangenen gemacht, 16 Panzer ausser gefecht gesetzt, 112 Panzerabwehrkanonenen erobert, und viele Maschinengewehr, Panzerabwehrgewehre (?) und Mörser erobert hatten, muss man gestehen, dass die Russen einen überraschend starken Widerstand geleistet hatten. Mit Feuer aus stark geschützten flankierenden Stellungen und mit taktischen Gegenstöße hatten sie das Vorrücken des II SS Panzer Corps. verzögert.

Bis zum Abend gab es keinen Zweifel mehr, dass die 6. Armee weiteren starken Widerstand auch am zweiten Tag des Angriffs erleben würden,

 Quelle: Kursk, the German view. Chap 11.

 

Anfang August 1942 / Raum Rhews / Heeresgruppe Mitte /

/ 2. Panzerdivision /

 August 1942 / Raum Leningrad / Heeresgruppe Nord /

132. Inf.- Division / 18. Armee

 Im August 1942 versuchten die Tuppen der Roten Armee den deutschen Einschließungsring um Leningrad zu sprengen. Die Stadt war seit September 1941 von jeder Landverbindung abgeschnitten. Am 27.August griff die sowjetische 8. Armee im Raum südlich des Ladoga-Sees zwischen Schlüsselburg und der 20 Kilometer südlich gelegenen Stadt Mga entlang der Kirow-Bahn an, durchbrach die Front der deutschen18. Armee und konnte etwa vier Kilometer vordringen.
Die deutsche 132.Infanterie-Division, die nach schweren Kämpfen um Sewastopol von der Halbinsel Kertsch in den Raum südlich von Tortolowo, 10 Kilometer ostwärts Mga, verlegt worden war, wurde sofort eingesetzt,um die Einbruchsstelle des Gegners von Süden abzuriegeln und dann mit gleichzeitig von Norden angreifenden deutschen Einheiten die Frontlücke wieder zu schließen.
Am 21.September traten die deutschen Regimenter zum Angriff in Richtung Gaitolowo an, während der Gegener laufend frische Schützen- und Panzerverbände in die Einbruchsstelle nachführte. In dem unübersichtlichen, sumpfigen Gelände gelang es den Soldaten der 132.Infanterie-Division nur unter hohen Verlusten, langsam voranzukommen. Sturmgeschütze und Panzer, die den Angriff unterstützen sollten, blieben in den unwegsamen Sümpfen stecken; gegnerische Scharfschützen erschwerten das Vordringen. Am 25.September stellten die vordersten Kompanien des Infanterie-Regiments 437 bei Gaitolowo die erste lose Verbindung zu der von Norden angreifenden 121.Infanterie-Division her. Da es noch nicht möglich war, eine durchgehende Stellung zu besetzten, drangen nachts immer wieder Gruppen des Gegners zwischen den deutschenStützpunken bis zu den rückwärtigen Stellungen, Gefächtsständen und Versorgungseinrichtungen der Division vor, wo es zu verlustreichen Gefechten kam.
Erst am 30.September konnte im Zusammenwirken mit der neu eingesetzten 3. Gebirgs-Division wieder eine feste Frontlinie gebildet werden.

Seit diesen kämpfen werden zahlreiche Soldaten der 132.Infanterie-Division vermißt. Für einen Teil von ihnen haben die Nachforschungen ergeben, daß sie gefallen sindViele aber fanden in dem unübersichtlichen Sumpfgelände sowie bei Nachtgefechten den Tod, ohne daß es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde. Auch Verbandsplätze und Sanitätsfahrzeuge gerieten in das Feuer von Artillerie und Panzer.

 

Herbst 1942 / Raum Stalingrad / Heeresgruppe Don /

6. Armee /

Im Herbst 1942 stand die 6.Armee der Heeresgruppe Don in hartem Ringen um Stalingrad. Hier setzte der Gegner am 19.November 1942 zur Gegenoffensive an, die in einer weitgespannten Zangenbewegung zur Einschließung der Armee führen sollte. Den zahlenmäßig weit überlegenen Feindkräften gelang es schnell, die Hauptkampflinien zu durchbrechen.

Als sich die beiden Stoßkeile am 23.November 1942 im Raum kalatsch am Don vereinigten, waren 22 Divisionen der 6.Armee, dazu eine Reihe selbständiger Heeres- und Luftwaffeneinheiten, insgesamt mehr als 200 000 Soldaten eingekesselt. Eine deutsche Offensive aus dem Raum Kotelnikowo zur Befreiung der 6.Armee scheiterte im Dezember. Inzwischen engten die sowjetischen Armeen den Kessel ständig ein und traten am 10.Januar 1943 von Westen her zur Entscheidungsschlacht an.

In fünf Tagen hatte der Gegner die Hälfte des des Kessels erobert und am 26.Januar den Rest in zwei teile gespalten. Am 31.Januar 1943 mußte der Südkessel kapitulieren; am 2.Februar erloschen auch im Nordkessel die Kämpfe.

Nach Abschluß der Kämpfe gerieten mehr als 90 000 Soldaten in Gefangenschaft. Die meisten von ihnen haben schon in den ersten Wochen und Monaten den Tod gefunden. Zu ihrer völligen seelischen und körperlichen Erschöpfung kam der Mangel an Verpflegung, Sanitätsmaterial und vor allem an Unterkünften, die zum größten Teil in den vorangegangenen Kämpfen zerstört worden waren. Deshalb mussten zahlreiche Kolonnen von Gefangenen tagelang bei 25 bis 30 Grad Kälte hin- und hermarschieren, bis sie wenigstens in Behelfslagern – teilweise in Erdbunkern – bleiben konnten. Große Sammellager befanden sich in Beketowka, Dubowka, Frolowo, Krasnoarmeisk und Stalingrad selbst. Bald nachdem ein Lager bezogen worden war, brachen dort Ruhr und Fleckfieber aus. Die Sterblichkeitsziffer sank auch in der Folgezeit nur wenig ab.

Von weit mehr als 200 000 Soldaten, die im Kampf um Stalingrad eingesetzt waren, sind ungefähr 6 000 am Leben geblieben. Die dem Suchdienst bekanntgewordenen Heimkehrer wurden nach dem Schicksal ihrer Kameraden befragt. Für den Verschollenen konnte keine schicksalsklärende Auskunft erlangt werden, so dass kein Zweifel mehr daran bestehen kann, dass auch er zu den Opfern des ausweglosen Ringens um Stalingrad zu zählen ist.
 

2. November 1942 / Raum Nord-Afrika / Heeresgruppe Afrika /

/ Afrika-Korps / 

  

November 1942 / Raum Stalingrad / Heeresgruppe DON /
/ 6. Armee
 

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13. Januar 1943 / Raum Stalingrad / Heeresgruppe Don /
57. Inf.-Division / 6. Armee

 
Nach der Einschließung der 6.Armee in Stalingrad waren starke sowjetische Verbände am 13.Januar 1943 auch an der Donfront, etwa 50 Kilometer südlich von Woronesh, zur Offensive angetreten. Beim Vorstoß aus ihrem Brückenkopf am Don bei Uryw hatten sie die Stellungen der ungarischen 7.Infanterie-Division durchbrochen und schnell Raum nach Westen gewonnen.
Um die nach diesem Einbruch entstandene offene Südflanke zu decken, wurde die 57.Infanterie-Division aus der Front südlich von Woronesh herausgelöst. Ihre Kampfeinheiten bezogen unter dem Kommando der neugebildeten „Kampfgruppe Siebert“ Stellungen auf der von Osten nach Westen verlaufenden Linie Alexandrowka am Don – Kotschatowka – Ssinije Lipjagi – Staro Molowoje, die Nachschubeinheiten bezogen um Nishnedewizk ihre Unterkünfte.

Als die Rote Armee am 24.Januar ihre Offensive fortsetzte, erreichten die Verbände ihrer 40.Armee bereits zwei Tage später Gorschetschak, ihre 60.Armee marschierte auf Nishnjaja Weduga (40 Kilometer westlich Woronesh). Damit wurden die Verteidigungsstellungen vom Gegner im Osten und Westen umgangen und auch die Nachschubeinheiten unmittelbar bedroht. Bereits am 27.Januar, als versucht wurde, südlich von Kastornoje, auf das der Feind inzwischen von Norden marschierte, nach Westen zu entkommen, kam es zur Feindberührung, die sich vernichtend auswirkte, als die Nachschubeinheiten in der Nacht zum 28.Januar bei Krasnaja Dolina in den Angriff zahlreicher sowjetischer Panzer gerieten und dabei vollkommen aufgerieben wurden. Schließlich brachten Granattreffer auf einem Bahnhof einen Munitionszug zur Explosion, was weitere hohe Verluste mit sich brachte. Nur ganz wenigen gelang es, sich der Umklammerung zu entziehen und zu den rückwärtigen Stellungen zu gelangen

 

Juli 1943 / Raum Ukraine (Charkow) / Heeresgruppe SÜD /
355. Inf. Division /

  

Mitte August 1943 / Raum Taganrog / Heeresgruppe Süd/
Südabschnitt
 

  

Mitte August 1943 / Raum Kursk / Heeresgruppe Mitte /
255. Inf.-Div / 19. Pz.-Division
 

 

  Ende September 1943 / Ukraine / Raum Kiew /
 Heeresgruppe Süd / 6. Armee / 1.PZ-Armee

Bis Ende September 1943 war die Masse der deutschen Heeresgruppe “Süd" in einer geordneten großen Absetzbewegung aus der östlichen Ukraine hinter den Dnjepr-Strom verlegt worden. Nur auf dem rechten Frontabschnitt blieben die Nogaische Steppe zwischen dem südlichen Dnjepr-Bogen und Perekop in deutscher Hand. Hier hielt die 6.Armee den Zugang zur Krim weiter offen.

Ab 10.Oktober richtete die Rote Armee mehrere aufeinanderfolgende Angriffe gegen den Südabschnitt der Heeresgruppe. Zunächst gelang es ihr den deutschen Brückenkopf von Saporoshje auszuschalten, den die 1.Panzer-Armee am 14. des Monats räumen mußte. Danach griffen starke sowjetische Verbände aus ihrem Brückenkopf südostwärts von Krementschung an. Panzerkräfte stießen in Richtung Kriwoj Rog vor, in der Absicht, zwei deutsche Armeen einzuschließen. Zum Monatsende schließlich gelang dem Gegner nach tagelangen Kämpfen der Durchbruch aus der Nogaischen Steppe in Richtung auf den Mündungslauf des Dnjepr. Damit war die 17.Armee auf der Krim abgeschnitten. Zur gleichen Zeit führten bedeutende sowjetische Truppenteile eine Landung bei Kertsch durch. Der inzwischen bei Kriwoj Rog erfolgreiche angelaufene deutsche Gegenangriff brachte vorübergehend eine Entspannung der Lage.

Am 3.November brach der Gegner mit starken Kräften aus seinen Brückenköpfen nördlich von Kiew aus, eroberte die Stadt zurück und stieß auf den Eisenbahnknotenpunkt Fastow vor; andere Verbände kämpften sich auf Shitomir und Korosten vor. Für die gesamte Heeresgruppe “Süd" entstand die Gefahr, vom Westen her umfaßt zu werden. Mit Hilfe von eilig aus Frankreich herangeführten Reserven gelang es Mitte November die sowjetische Offensive in der Linie südlich Kiew, bis südlich Fastow und Shitomir, aufzufangen. Ein Gegenangriff am 25. des Monats drängte die Panzerkräfte des Gegners wieder bis Radomyschl zurück. Am 20.November war die Rote Armee im Gebiet des unteren Dnjepr, von Tscherkassy - Kriwoj Rog - südlich von Nikopol, zum Großangriff angetreten, der ihr jedoch keine entscheidenden Erfolge brachte. Auch Versuche, bei Perekop auf die Krim einzudringen, blieben vergeblich. Dagegen war die deutsche Abwehrfront ostwärts von Kirowograd durchbrochen worden. In einer schweren, hin und her wechselnden Schlacht konnte die Heeresgruppe bis zum 20.Dezember zwei große Lücken bei Kirowograd wieder schließen. Durchbruchsversuche aus dem sowjetischen Brückenkopf Tscherkassy in den Rücken der deutschen Hauptkampflinie scheiterten.

Seit den geschilderten Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der Heeresgruppe “Süd", darunter auch der Verschollene vermißt. Für einige von Ihnen haben die Nachforschungen ergeben, daß sie gefallen sind. Andere aber fanden in unübersichtlichem Gelände oder bei Nachtgefechten den Tod, ohne daß es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde. Auch Sanitätsfahrzeuge, Verbandsplätze und Lazarette gerieten in die Waffenwirkung von Artillerie, Panzern und Flugzeugen.

 

Zweite Hälfte Februar 1944 / Raum Ukraine / Heeresgruppe SÜD /
16. Panzergrenadier Div / 6. + 8. Armee

 Als nach schweren Kämpfen in der zweiten Hälfte des Februar 1944 Kriwoj Rog von den Truppen der deutschen 6. Armee aufgegeben werden mußte, wurde die deutsche Hauptkampflinie auf das Westufer des Ingulez zurückgenommen. Kirowograd , im Abschnitt der deutschen 8. Armee, war bereits Anfang des Jahres in sowjetische Hände gefallen. Am 6. März traten sechs sowjetische Armeen zur Offensive an, um durch einen Angriff vom Ingulez, beiderseits von Kriwoj Rog, zum unteren Bug sowie gleichzeitig gelang es unteren Ilnjepr nach Cherson vorzudringen und so die deutsche 8. Armee abzuschneiden und einzuschließen.

Die deutsche 16. Panzergrenadier-Division, die nach den verlustreichen Kämpfen im Februar nur noch aus einer Kampfgruppe bestand, verteidigte einen Abschnitt 18 bis 25 Kilometer südlich von Kriwoj Zog zwischen den Orten Latowka und Schirokoje. Hier lag einsr der Schwerpunkte des sowjetischen Angriffs, und es war dem Gegner schon vorher gelungen, auf dem Westufer des Ingulez Fuß zu fassen und bis Serenaja, Andrejewka ünd Zwetkow vorzudringen. Unter beiderseits hohen Verlusten erweiterte der Gegner seinen Einbruch zunächst bis zu den Orten Malinowka und Awdotjewka. Dabei wurden einige Einheiten der Division eingeschlossen und aufgerieben. Während sich noch Teile der Kampfgruppe ohne Verbindung zu einander verteidigten, brach der Gegner nach Westen durch. Er erreichte mit starken Panzer- und Kavallerieverbanden, die bei dem durch Tauwetter schwierigen Bodenverhältnissen beweglicher als die deutschen Truppen waren, das mit Stäben und Versorgungseinheiten belegte Städtchen Nowy Hug, 70 km südwestlich von Kriwoj Rog. Immer wieder angegriffen und in heftige Abwehrgefechte verwickelt, kämpften sich die restlichen Teilemehrerer Divisionskampfgruppen, so auch die der 16. Panzergrenadier-Division, über Olgopol zum Bug bei Wosnossensk zurück, wo eilig errichtete Abwehrstelluncen nur bis zum 24. März gehalten werden konnten. Als die Verbände der 6. Armee auf ihrem weiteren Rückzug zum Dnjestr nördlich von Odessa noch einmal zur Verteidigung übergingen, wurde die nahezu zerschlagene 16. Panzergrenadier-Division herausgezogen, um im Westen neu aufgestellt zu werden.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der 16. Panzergrenadier-Division vermißt. Viele von ihnen sind gefallen, andere gerieten in sowjetische Gefangenschaft. Schon bei den Märschen in die Lager starben kranke und verwundete Kriegsgefangene, die den Strapazen nicht mehr gewachsen waren. Unzureichende Bekleidung und Verpflegung sowie aufgrund ungenügender sanitärer Verhältnisse in den Lagern auftretende Epidemien führten besonders in den Jahren 1945 und 1946 zu zahlreichen Todesfällen.

 

Ende Februar 1944 / Raum Ukraine / Heeresgruppe SÜD /
Waffenschule AOK /

Ende Februar 1944 war am linken Flügel der deutschen Heeresgruppe Süd im Raum Dubno, 150km nordostwärts von Lemberg, eine 80km breite Frontlücke entstanden, die nicht mehr geschlossen werden konnte. Am 4. März traten dort drei sowjetische Armeen zum Angriff nach Süden und Südwesten an. Als am nächsten Tag starke gegnerische Kräfte weiter südostwärts in Richtung Proskurow und Winniza sowie Shmerinka vorgingen, wurde zusammen mit der deutschen 1. Panzer-Armee auch die Waffenschule des AOK 1 herangeführt, um den Angriff zum Stillstand zu bringen.

Nach schweren Rückzugskämpfen über Rushin und Kasatin hatte die durch hohe Verluste bereits stark geschwächte Waffenschule einen Verteidigungsabschnitt entlang der Straße Winniza-Berditschew übernommen. Hier kam es am 7. März und den folgenden Tagen bei den Orten Kordylewka und Kalinowka sowie bei den 40km westlich davon gelegenen Orten Chmelnik und Woitowzy zu heftigen Kämpfen, bei denen die Waffenschule besonders am 10. März bei Kordilewka wiederum erhebliche Ausfälle hatte. Beim weiteren Rückzug zum Djnestr wurden die deutschen Einheiten am 22. und 23. März 60km südwestlich von Winniza im Gebiet von Bar erneut in schwere Kämpfe verwickelt.

Unterdessen drangen zwei sowjetische Panzer-Armeen entlang der Flüsse Pruth und Sereth in Richtung Dnjestr vor, um sich mit den Truppen der südlich nach Westen vorgehenden sowjetischen 6. Panzer-Armee zu vereinigen. Am 25. März war die deutsche 1. Panzer-Armee im Raum Kamenez-Podolsk eingeschlossen. Drei Tage später traten die in drei Gruppen zusammengefaßten Verbände zum Durchbruch nach Westen an und kämpften sich zu den deutschen Linien durch.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der Waffenschule des AOK 1 vermißt.. Für einige von ihnen haben die Nachforschungen ergeben, dass sie gefallen sind. Viele andere fanden bei Strassen- und Häuserkämpfen sowie bei Nachtgefechten den Tod, ohne dass es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde. Auch Sanitätsfahrzeuge und Verbandplätze gerieten in das Feuer von Artillerie und Schlachtflugzeugen.

  

Anfang März 1944 / Raum Nord-Ukraine / Heeresgruppe SÜD /
223. Inf.- Division / Hubekessel

Anfang März 1944 waren die Truppen der Roten Armee in der Nordukraine zu einer Offensive gegen den linken Flügel der deutschen Heeresgruppe Süd angetreten. Während sie die deutschen Stellungen rund 200 Kilometer ostwärts von Lemberg zwischen Jampol und Schepetowka durchbrachen und nach Süden gegen Tarnopol und in Richtung Tschernowitz vorrückten, stießen sie von Osten her aus der Linie Berditschew – Kasatin – Ilinzy in Richtung Kamenez Podolsk vor und drängten die deutsche 1. Panzer-Armee nach Südwesten zurück.

Zu Beginn der Offensive am 4. März verteidigte die 168. Infanterie-Division, verstärkt durch Teile der aufgelösten 223. Infanterie-Division, nordostwärts von Winnzia einen Abschnitt zwischen Tscherepaszynce und Germanowka. Als der Gegner hier tiefe Einbrüche bis Kordylowka und Kurawa erzielte und gleichzeitig weiter westlich den Bug zwischen Chmelnik und Proskurow überquerte, mußte die Division über Kalinowka, Lawrowka und Daschkowzy nach Bar zurückweichen. Dabei kam es zu verlustreichen Gefechten mit sowjetischen Stoßtruppen, die nach der Einnahme von Winniza und Shmerinka am 20. März sofort bis Bar – Okladnoje vordragen. Während der größte Teil der Division sich zu deutschen Stellungen nördlich von Kamenez Podolks bei Dunajewce durchschlug, wurden die weiter nach Süden über den Dnjestr abgedrängten Teile bei Cotelea und Lipkany nahezu aufgerieben. Durch den Vorstoß sowjetischer Panzerverbände über den Dnjestr zwischen Hotin und Horodenka bis zum Pruth zwischen Tschernowitz und Kolomea wurden die deutschen Truppen im Raum Kamenez Podolsk eingeschlossen. Beim Ausbruch am 28. März aus diesem sogenannten „Hube-Kessel“ nach Nordwesten über Skala, Germakowka, Tluste und Czortkow bis Buczacz an der Strypa erlitt die als Nachhut eingesetzte Division erneut hohe Verluste. Mitte April bezogen die stark angeschlagenen Bataillone Stellungen auf dem Westufer des Flusses, im Raum Monsterzyce, rund 70 Kilometer südwestlich von Tarnopol.

Viele Soldaten der 168. Infanterie-Division vermisst. Für einige von ihnen liegt die Aussage eines Heimkehrers vor, dass sie gefallen sind. Andere aber haben in dem von Flussläufen durchzogenen, mit Waldstücken durchsetzten und zeitweise verschneiten Hügelgelände sowie bei meist nächtlichen Ortskämpfen den Tod gefunden, ohne dass es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde. Das Feuer von Artillerie und Schlachtfliegern erreichte auch Sanitätsfahrzeuge und Verbandsplätze."

 

2. Juni 1944 / Rumänien / Raum Letcani /
PZ-Gren.Div. Großdeutschland /

 

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 22. Juni 1944 / südl. Gorki / Heeresgruppe Mitte /
110.ID / AR 120 /
 

 

22. Juni 1944 / Raum Wilna / Heeresgruppe Mitte /
Grenadier-Brigade 761 / Flußüberquerung Beresina /

 Im 22. Juni 1944 begann die Rote Armee ihre Sommeroffensive im Bereich der deutschen Heeresgruppe Mitte zunächst mit Schwerpunkt beiderseits Witebsk.
Am nächsten Tag gelangen den sowjetischen Panzerkräften auch weiter südlich tiefe Einbrüche, durch die sie über Lepel, 100 km südwestlich Witebsk, bis zur Beresina vorstießen und am 29. Juni den Fluß überquerten.
Die unaufhaltsam vordringenden sowjetischen Armeen eroberten am 5. Juli die 130 km südwestlich Lepel liegende Stadt Molodetschno und gingen danach in nordwestlicher Richtung auf Wilna vor.
Zur Verteidigung der zum „Festen Platz“ erklärten Stadt traf noch als letzte Verstärkung am 7. Juli die vorwiegend aus Fronturlaubern in einem Sammellager im Kreis Schwetz bei Graudenz zusammengestellte Grenadier-Brigade 761 ein.
Schon am nächsten Tag schloß sich der Ring um Wilna, wo es zu erbitterten Straßen- und Häuserkämpfen kam. Vom 11. zum 12. Juli brachen die im Nord- und Ostteil der Stadt eingesetzten Kompanien durch die vom Gegner bereits besetzten Straßenzüge in den Westteil der Stadt durch, um in der Nacht zum 13. Juli mit der gesamten Besatzung den Ausbruch aus Wilna zu erzwingen. Der einzig mögliche Weg hierzu führte über den reißenden Wilja-Fluß. Viele Soldaten sind dort gefallen oder ertrunken.
Die Reste wichen vor den nachdrängenden sowjetischen Kampf- und Partisanengruppen entlang des Flusses aus, bis sie an eine Stelle kamen, an der eine deutsche Luftwaffeneinheit einen kleinen Brückenkopf gebildet hatte und wo der Strom schwimmend oder mit rasch zusammengebauten Flößen überquert werden musste. Bald lag jedoch auch diese Stelle unter heftigem sowjetischen Beschuß.
Ein Heimkehrer berichtet:
„Nach meiner Schätzung sind bei den Flußübergängen 80 Prozent der Einheit ums Leben gekommen.“
Nahezu 500 Soldaten der Grenadier-Brigade 761 werden seitdem vermißt. Das Datum ihrer letzten Nachricht bzw. die Truppenmeldung bestätigen, dass sie bei diesen Kämpfen eingesetzt waren.
Während der Gefechte in den Straßen von Wilna und an den beiden Flußübergängen haben viele Soldaten den Tod gefunden. Dieses wurde durch zahlreiche Heimkehreraussagen bestätigt. Andere aber sind gefallen, ohne dass es von Kameraden bemerkt und gemeldet werden konnte.
 

 22. Juni 1944 / Raum Russland ( Bobruisk) / Heeresgruppe Mitte /
Bau Pionier Btl. 11

 

 

22. Juni 1944 / Raum Ukraine - Russland / Heeresgruppe Mitte /
340. Inf. Div /

 

22. Juni 1944 / Raum Ukraine / Heeresgruppe Mitte /
Eisenbahn Pionier Kp / 9. Armee /
 

 

Ende Juni 1944 / Raum Weißrussland MINSK - Wilna /
Heeresgruppe Mitte / 170. Inf. Div /
 
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14. Juli 1944 / Raum Tarnapol / Heeresgruppe Nord-Ukraine /
359. Inf.-Division / 1. Pz.Armee

Im Südabschnitt der Ostfront waren zwei sowjetische Armeen am 14.Juli 1944 ostwärts sowie südostwärts von Lemberg zur Offensive gegen die deutsche Heeresgruppe Nordukraine angetreten, um im Abschnitt der 1.Panzerarmee zum Oberlauf des Dnjestr-Flusses vorzudringen.

Die dem deutschen XXXXVIII.(48.) Korps angehörende 359. Infanterie-Division, die mit ihrem Großteil etwa 30 Kilometer westlich Tarnopol zwischen Zborow und Medowa in Stellungen entlang des Strypa-Flusses und mit einer Kampfgruppe ostwärts von Zloczow eingesetzt war, geriet am 15.Juli bei den Orten Glinna, Chorobrow und Chorosciec in heftige Gefechte mit sowjetischen Panzerabteilungen, die von Tarnopol nach Nordwesten über Zborow in Richtung Lemberg sowie nach Westen auf Brzezany vorgestoßen waren, aber in den nächsten Tagen unter hohen Verlusten vorerst abgewehrt werden konnten. Zum gleichen Zeitpunkt war das Feldersatz-Bataillon 359 weiter nördlich bei Kruhow einem starken gegnerischen Angriff ausgesetzt, der die Kompanien zum Ausweichen auf Ssow, nördlich Zloczow, zwang.
Am 20.Juli durchbrachen die sowjetischen Verbände die Hauptkampflinie der Division bei Cecowa, drangen 6 Kilometer nach Westen vor und verwickelten die Grenadier-Regimenter 949 und 947 bei Josefowka, Augustowka und Ceniow erneut in schwere Kämpfe, die zum Rückzug der deutschen Einheiten über Dunajow und Biala bis an den Gnila Lipa-Fluß zwischen Przemyslany und Rohatyn zwangen. Dem Angriff, der nun auch von Norden durch das dichtbewaldete Höhengelände erfolgt und zur Einschließung der Division führte, vermochten sich die Verteidiger nur unter Zurücklassung aller schweren Waffen zu entziehen. Nach tagelangen Märschen erreichten die Überlebenden das Karpartenvorland nordostwärts der Stadt Stryj bei Chorodow, wo sie an der Bahnlinie Stanislau-Lemberg, das am 27.Juli in die Hand der Roten Armee fiel, bei der „Kampfgruppe General Balck“ Anschluß fanden. Trotz anhaltender sowjetischer Angriffe, die vornehmlich bei Ruda und Mlyniska geführt wurden, konnte die neue Abwehrlinie bis zum Ende des Monats gehalten werden.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der 359.Infanterie-Division vermisst.

 

Ende Juli 1944 / Raum Cherbourg / Befehlshaber WEST /
 / Landung der Amerika /
 
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 Ende Juli 1944 / Raum Cherbourg /
Landung der Amerika /
  Befehlshaber WEST/

 20. August 1944 / Raum Ukraine - Rumänien /
/ Danaudelta / Kessel bei Jassy
 
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20. August 1944 / Raum Ukraine - Rumänien /
/ Danaudelta / Kessel bei Jassy

 Dezember 1944 / Raum Budapest / Heeresgruppe Nord-Ukraine /
357. Inf. - Division

 

26. Dezember 1944 / Raum Ungarn / Heeresgruppe Mitte /
8. Armee / 2. PzArmee /

 Nach der Einschließung von Budapest durch sowjetische Truppen am 26. Dezember 1944 war es einem deutschen Panzerkorps in zwei Angriffen bis Mitte Januar 1945 nicht gelungen, den Einschließungsring aufzubrechen. Die deutschen Verbände mußten 25 Kilometer westlich der Stadt sowie zwischen Stuhlweißenburg und der Donau zur Verteidigung übergehen. Mitte Februar endeten die Kämpfe in Budapest. Nur ein kleiner Teil der deutschen Verteidiger konnte sich unter hohen Verlusten zu den eigenen Linien nach Westen durchkämpfen. Zu dieser Zeit war die 6. SS-Panzer-Armee im Antransport
von der Rheinfront, um Budapest wieder freizukämpfen.

Das 1. SS-Panzer-Korps war, gemeinsam mit Truppenteilen der 8. Armee, 30 Kilometer nordostwärts vom Komárom eingesetzt. Hier gelang es nach schweren Kämpfen, die sich vor allem auf den Raum um die Ortschaft Bart konzentrierten, über den Gran vorgedrungene sowjetische Verbände zu zerschlagen. Am 6. März begann der Angriff der 6. SS-Panzer-Armee, die durch Verbände des Heeres verstärkt war, westlich von Stuhlweißenburg. Zusammen mit der 2. Panzer-Armee, die südlich des Plattensees eingesetzt war, sollte sie das Gebiet bis zur Donau zurückgewinnen und Budapest von Süden her einnehmen. Doch bereits nach wenigen Tagen kam, trotz eines Geländegewinns von 50 Kilometern, der Angriff der SS-Verbände bei Simontornaya zum Erliegen. Während die deutschen Truppen am Sio-Kanal in schweren Abwehrkämpfen ihre Stellung noch verteidigen konnten, traten am 16. März nördlich von Stuhlweißenburg mehrere sowjetische Armeen zur Offensive nach Westen an. Teile dieser Kräfte wandten sich nach Südwesten und gingen im Bakony-Wald über Vesprém und Zircz in Richtung Bakonyjáko- Papa vor, wo nur noch wenige deutsche Stützpunkte Widerstand leisteten.

Die südlich von Stuhlweißenburg nahezu abgeschnittenen deutschen Verbände kämpften sich unter hohen Verlusten am Nordufer des Palttensees nach Westen zurück. Sie waren ständig in Gefahr, eingeschlossen zu werden, konnten aber - teils ohne Verbindung untereinander - die deutsch-ungarische Grenze und den Raum südlich von Wien erreichen. Die südlich der Donau bei Komárom eingesetzten deutschen Truppen wurden dagegen über Preßburg in Richtung Znaim-Brünn zurückgedrängt.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der in diesem Raum eingesetzten Verbände vermißt. Für einige von ihnen haben die Nachforschungen ergeben, daß sie gefallen sind. Andere fanden in dem unübersichtlichen und von zahlreichen Wasserläufen durchzogenen Gelände oder bei Orts- und Nachtgefechten den Tod, ohne daß es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde. Auch Sanitätsfahrzeuge und Verbandplätze gerieten in das Feuer von Artillerie, Panzer und Schlachtfliegern.

 

 Ende 1944 / Raum Ukraine / Heeresgruppe Nord /
Waffenschule 4. Armee /

 Ende 1944 hatten starke Verbände der Roten Armee die ostpreußische Grenze an mehreren Stellen überschritten; nur zwischen Gumbinnen, Goldap und Lötzen hatte die deutsche 4. Armee ihre Stellungen noch halten können.

Am 18, Januar 1945 begann mit einem heftigen, mehrere Stunden lang andauernden Artilleriefeuer an diesem Frontabschnitt ein neuer Angriff. Starke sowjetische Panzerverbände stießen mit nachfolgenden Infanterieeinheiten von der Rominter Heide her gegen die Straße Goldap - Gumbinnen vor. Zur selben Zelt drang der Gegner von Südosten über die ostpreußisch-polnische Grenze in das Masurische Seengebiet ein und besetzte am 22. Januar die Stadt Allenstein. Damit war auch die zwischen Allenstein und Seeburg untergebrachte Waffenschule der 4. Armee gefährdet. Die Teilnehmer der Lehrgänge wurden eiligst als Sturm-Regiment aufgestellt und zum Einsatz in die Front eingegliedert. Gleichzeitig von Allenstein und Rössel vorstoßende sowjetische Truppen vereinigten sich am 28. Januar vor Seeburg, Dabei kam es um die Ortschaften Prossitten und Frankenau zu harten Gefechten, in die, zusammen mit anderen Einheiten, auch das Sturm-Regiment der Waffenschule verwickelt wurde. Um nicht völlig eingeschlossen zu werden, mussten die deutschen Einheiten vor dem überlegenen Gegner, der nach der Besetzung von Heilsberg nun auch von Norden angriff, in Richtung Wormditt ausweichen. Dabei kam es bei Siegfriedswalde erneut zu schweren Kämpfen. Wormditt musste nach erbitterten Straßenkämpfen am 11. Februar ebenfalls aufgegeben werden. Das Sturm-Regiment hatte jeden Zusammenhalt verloren und wurde teils nach Zinten, zum anderen Teil in den Raum von Braunsberg - Heiligenbeil abgedrängt. Anfang März waren die restlichen Teile der 4. Armee auf engstem Raum um Heiligenbeil eingeschlossen. Den deutschen Soldaten blieb nur noch der Rückzug über das Frische Haff; doch nur wenige von ihnen erreichten mit Fischerbooten und Fährprähmen die Frische Nehrung und ge-rieten hier in die Endkämpfe um Pillau,

Seit diesen Kämpfen werden viele Soldaten der Waffenschule der 4. Armee vermisst. Für einige von ihnen liegen Aussagen von Heimkehrern vor, dass sie gefallen sind. Andere aber haben in dem oft unübersichtlichen, von Wäldern und Seen durchsetzten und bis weit in den März hinein verschneiten Gelände, bei Straßen- und Häuserkämpfen oder beim Übersetzen über das Frische Haff den Tod gefunden, ohne daß es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde.

Das Feuer sowjetischer Artillerie, Panzer und Schlachtflieger erreichte auch Verbandsplätze und Lazarette.

 

Ende Dezember 1944 / Raum Warschau/ Heeresgruppe „F“ /
299. Inf-Division / 2. PzArmee

 Ende Dezember 1944 hatten starke sowjetische Verbände nördlich von Warschau auf dem Westufer der Narew zwischen Pultusk (Osterburg), Rozan und Ostrolenka (Scharfenwiese) einen breiten Geländestreifen besetzt und die im Rahmen der deutchen 2. Armee kämpfende 299. Infanterie-Division bis Mackeim (Makow), 20 Kilometer westlich Rozan, zurück gedrängt. Am 14. Februar 1945 traten zwei sowjetische Armeen nach mehrstündigem Artilleriefeuer am Narew zum Durchbruch nach Norden in Richtung des Frischen Haffs sowie nach Nordwesten in Richtung Marienburg an, um Ostpreußen vom Reich zu trennen. Nachdem Mackeim am 16. Januar und Zichenau einen Tag später geräumt worden waren, drängten die gegnerischen Panzerbrigaden die 299. Infanterie-Division im Raum Praschnitz zusammen und schlossen sie ein. Beim Ausbruch wurden die Bataillone versprengt und erlitten so hohe Verluste, dass am 22. Januar aus den restlichen Teilen nur noch Kampfgruppen aufgestellt werden konnten. Ohne Verbindung zueinander kämpften sich diese über Mielau (Mlawa) und Allenstein nach Mohrungen bzw. Guttstadt und zwei Wochen darauf zum Frischen Haff zwischen Braunsberg und Heiligenbeil zurück. Teile gerieten nach Königsberg, das am 31. Januar eingeschlossen wurde.
Zu dieser Zeit hatten schnelle Verbände des Gegners Elbing und Frauenburg erreicht, die am 10. Februar
in sowjetische Hand fielen. Kleine, der 73. Infanterie-Division zugeordnete Teile des Grenadier-Regiments 530 gelangten in den Raum Danzig - Zopot - Gotenhafen (Gdingen), während die "Kampfgruppe Leier" über Thorn und Graudenz durch die Tucheler Heide zurück gingen und sich Mitte Februar von Konitz in nördlicher Richtung nach Bütow und Berent durchschlugen, die beide am 9. März vom Gegner genommen wurden. Ende des Monats setzten sich die restlichen Teile der deutschen Division bei Heiligenbeil von der Halbinsel Balga über das Frische Haff nach Pillau ab und wurden auf der Frischen Nehrung bzw. ostwärts Danzig in der Weichselniederung erneut eingesetzt.
Am 9. April kapitulierte Königsberg nach verlustreichen Häuserkämpfen und Ende April gelangten die letzten Überlebenden aus dem Großraum Danzig auf die Halbinsel Hela, wobei unterwegs viele Schiffe und Fährboote vom Gegner torpediert oder durch Fliegerbomben versenkt wurden. Seit diesen Kämpfen sind zahlreiche Soldaten der 299. Infanterie-Division vermisst.

Für einige von Ihnen liegt die Aussage eines Heimkehrers vor, dass sie gefallen sind. Viele aber haben in dem von Flüssen durchzogenen, waldreichen Gebiet den Tod gefunden, ohne das es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde. Das Feuer der Artillerie und Schlachtenflieger erreichte auch Sanitätsfahrzuge und Verbandsplätze sowie Schiffe, die Verwundete in Sicherheit bringen sollten.

 
Im Januar 1945 / Raum Böhmen / Heeresgruppe Mitte /
154. Inf.- Division / 1. PZ-Armee /
 

2. Januar 1945 / Raum Ungarn / Heeresgruppe Süd /
4.SS-Pz-Korps / 2. Armee / 5. SS-Pz.DIV /

 12. - 14. Januar 1945 / Raum Krakau / Heeresgruppe Mitte /
Sturmgeschütz - Ersatz - Abt. 300

 Am 12. bzw. 14. Januar 1945 war die Rote Armee mit 90 Schützendivisionen und 15 Panzerkorps südlich von Warschau an der Weichsel zum Angriff angetreten. Wenig später brachen die sowjetischen Truppen durch die deutschen Abwehrstellungen und stießen bis zum 17. Januar über die Kielce nach Westen zur Warthe bei Tschenstochau sowie nach Südwesten auf Krakau vor. Die Verbände der deutschen 9. Armee zogen sich in voller Auflösung zur Oder zurück.

Am 18. Januar wurden Kampfgruppen der Sturmgeschütz-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 300 bei Krakau sowie am 19. Januar nahe Kreuzburg, 70 km nordwestlich Tschenstochau, bei der Abwehr sowjetischer Panzerangriffe nahezu aufgerieben. Die in Neiße verbliebene Masse der Abteilung kam am 20. Januar zu Verstärkung der schwachen Oderfront im Raum Oppeln - Schurgast zum Einsatz. Nach heftigen Kämpfen besetzte der Gegner am 24. Januar Oppeln und fügte der Sturmgeschütz-Abteilung beim weiteren Vorgehen auf dem westlichen Oderufer schwere Verluste zu. Die Reste der Abteilung wurden aus der Front herausgelöst; ein Teil kam nach Mühlhausen in Thüringen, ein anderer wurde nordostwärts Cosel eingesetzt. Nach dem Verlust von Kattowitz am 28. Januar musste die an der Südflanke bedrohte deutsche 17. Armee bis zur Oder zwischen Ratibor und Cosel zurückgenommen und das oberschlesische Industriegebiet aufgegeben werden.

Am 5. Februar eroberte die Rote Armee Grottkau, 40 km westlich Oppeln, trat nach erneuter Bereitstellung am 15. März 1945 von hier aus nach Süden in Richtung Neiße und zur gleichen Zeit aus der Linie Ratibor - Cosel nach Nordwesten in Richtung Neustadt zum Angriff an. Nach wechselvollen Kämpfen schloss sie den Großteil der hier stehenden deutschen Truppen ein und zwang Neustadt am 19. März sowie Neiße fünf Tage später zur Kapitulation. Nur wenigen der eingeschlossenen Soldaten gelang es, sich nach Westen zu den eigenen Linien bei Glatz durchzuschlagen.

Seit diesen verlustreichen Kämpfen werden viele Soldaten der Sturmgeschütz-Ersatz-Abteilung 300 vermisst. Für einige von ihnen liegt die Aussage eines Heimkehrer vor, dass sie gefallen sind. Bei den Panzerangriffen in dem hügeligen und von Wäldern durchsetzten Gelände aber haben viele den Tod gefunden, ohne dass es von Kameraden gesehen wurde.
 

 12. Januar 1945 / Raum Baronow / Heeresgruppe Mitte /
291. Inf. Division

 12. Januar 1945 / Weichsel Brückenkopf - Opatow /
88. Inf.-Division / Heeresgruppe Weichsel /

 Im Bereich der Heeresgruppe Mitte ging die Rote Armee am 12. Januar 1945 nach einem mehr als fünfstündigen Trommelfeuer aus ihrem Weichsel-Brückenkopf bei Baranow und Sandomierz, 150 km nordostwärst Krakau, zur Großoffensive über. Dem Angriff der zahlenmäßig weit überlegenen sowjetischen Armeen konnten die deutschen Stellungs-Divisionen nicht standhalten.
Schon am Abend des ersten Tages war die Front an vielen Stellen durchbrochen. Durch die aufgerissenen Lücken stießen die Panzerverbände des Gegners nach Nordwesten auf Kielce und am linken Flügel in Richtung Krakau vor.

Zu Beginn der Offensive befand sich die Masse der 88. Infanterie-Division zehn Kilometer südwestlich Opatow an der Nordflanke des Brückenkopfes. Als am 15. Januar die sowjetischen Truppen Kielce besetzten und weiter nach Westen und Nordwesten vordrangen, löste sich die Division in der Nacht zum 16. Januar aus ihren Stellungen, um der drohenden Umklammerung zu entgehen. Doch schon in die ersten Absetzbewegungen stießen die Angriffe der Verfolger.
Die Marschkolonnen, von schnell vordringenden sowjetischen Truppen immer wieder überholt, wurden in schwere Kämpfe verwickelt, so daß sich die Regimenter, völlig auseinandergesprengt, unter schweren Verlusten in Eilmärschen über Ostrowiece, Kamiena und Opoczno, 60 km westlich Radom, bis nach Glogau zurückziehen mußten, das sie Ende des Monats erreichten.

Zahlreiche Soldaten der Division werden seither vermißt. Der Zeitpunkt ihrer letzten Nachricht oder die Truppenmeldung bestätigen die Teilnahme an den geschilderten Rückzugskämpfen. Heimkehrerberichten zufolge sind während der nächtlichen Kämpfe in dem durch Schneeverwehungen unübersichtlichen Gelände viele Soldaten unbemerkt gefallen. Oft war für die Verwundeten Rücktransport und ärztliche Hilfe wegen des nachdrängenden Gegners nicht möglich.
 

 

12.-14. Januar 1945 / Raum Ostpreussen / Heeresgruppe Weichsel /
/ 4. SS Polizei Division

 

14. Januar 1945 / Raum Warschau / Heeresgruppe Weichsel /
Festung Posen

Am Morgen des 14. Januar 1945 traten starke Verbände der Roten Armee an der Weichsel südlich von Warschau bei Magnuszew und Pulawy zur Offensive an. Nach der Einnahme von Radom am 16. und Lodz (Litzmannstadt) am 19. Januar drangen die sowjetischen Armeen weiter nach Westen in Richtung Posen vor und gingen am 22. Januar nördlich davon über die Warthe. Am nächsten Tag war der Ring um Posen geschlossen. Aus den in der zur Festung erklärten Stadt befindlichen Truppenteilen und Verbänden von Heer, Luftwaffe, Polizei und Waffen-SS sowie Einheiten der OT (Organisation Todt) wurden Kampfgruppen gebildet, denen alle von der zurückweichenden Ostfront in die Stadt versprengten Soldaten eingegliedert wurden. Den Kern der Verteidigungskräfte bildete die vorher im „Warthelager“, nördlich von Posen untergebrachte Schule V für Fahnenjunker der Infanterie, die den ostwärtigen Verteidigungsabschnitt übernahm.

Nach starker Artillerievorbereitung drangen sowjetische Truppen von Norden und Süden bis in die Innenstadt vor, wo hart um jeden Straßenzug und um jedes Haus gekämpft wurde. Am 12. Februar war Posen bis auf die Zitadelle und einige Bezirke ostwärts der Warthe in der Hand des Gegners. Am 16. Februar brachen die restlichen Teile der im Ostteil bereits abgeschnittenen Kampfgruppe nach Norden aus, wurden jedoch anschließend in kleine Gruppen zersprengt und größtenteils aufgerieben. Auch die in das „Kernwerk“ zurückgegangenen Soldaten wurden durch schwere Bombenangriffe und das ununterbrochene Feuer der sowjetischen Artillerie zur Aufgabe gezwungen. Nachdem ein Ausbruchsversuch in der vorhergehenden Nacht gescheitert war, kapitulierten die restlichen Teile der Besatzung am 23. Februar 1945.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der dabei eingesetzten Einheiten vermisst. Für einige von ihnen haben die Nachforschungen ergeben, dass sie gefallen sind. Viele andere fanden bei Strassen- und Häuserkämpfen sowie bei Nachtgefechten den Tod, ohne dass es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde. Auch Sanitätsfahrzeuge und Verbandplätze gerieten in das Feuer von Artillerie und Schlachtflugzeugen.

   

14. Januar 1945 / Raum Lodz / Heeresgruppe Weichsel /
Transport-Sicherungs-Bat. 518

Am 14. Januar 1945 traten zahlenmäßig überlegene Truppen der Roten Armee auf dem Westufer der Weichsel ostwärts und nördlich von Radom zur Offensive an und drangen weit nach Westen vor, nachdem sie die Abwehrstellungen zwischen den zurückweichenden deutschen Divisionen überwunden hatten.

Starke sowjetische Panzerverbände stießen nach Westen und Norden vor, überwältigten die Alarmeinheiten rückwärtiger Dienste und näherten sich am 18. Januar der Stadt Lodz sowie 50 Kilometer weiter nördlich der Ortschaft Kutno. Hier waren Teile des Transport-Sicherungs-Bataillon 518, zusammen mit weiteren Alarmeinheiten, eingesetzt. Durch die schnell vordringende sowjetische Infanterie wurden die deutschen Einheiten am folgenden Tage versprengt, doch konnten sich größere Gruppen, darunter auch Teile des Transport-Sicherungs-Bataillon 518, westlich von Kutno sammeln. Die Ortschaft Kutno ging am 19. Januar verloren. Weiter südlich drangen Angriffsspitzen einer sowjetischen Panzerarmee in Richtung Glogau vor, überquerten bei Schieradz die Warthe und näherten sich am 21. Januar dem Gebiet südostwärts von Kalisch. Um in der Dunkelheit nicht eingeschlossen zu werden, wichen die deutschen Kampfgruppen nach verlustreichen Gefechten weiter nach Westen zurück und versuchten auf Nebenstraßen über Kalisch nach Raschkau zu entkommen. Dabei wurden sie am darauffolgenden Nachmittag von überholenden Panzern umzingelt und nahezu aufgerieben. Nur wenige Überlebende vermochten den Anschluß an deutsche Truppen zwischen Krotoschin und Lissa zu finden und später Glogau zu erreichen.

Während eine kleine Gruppe des Transport-Sicherungs-Bataillon 518 nach heftigen Kämpfen bei Kolo (Warthebrücken) Posen erreichen konnte, wich eine andere Gruppe in den Raum Tschenstochau aus. Dort geriet sie zwischen dem 16. und 20. Januar in sowjetische Panzerangriffe und wurde völlig aufgerieben.

Viele Soldaten des Transport-Sicherungs-Bataillon 518 werden seit diesen Rückzugskämpfen vermisst. Für einige von ihnen haben Nachforschungen ergeben, daß sie gefallen sind. Andere haben in dem tiefverschneiten und waldreichen Gebieten sowie bei Straßen und Häuserkämpfen den Tod gefunden, ohne daß es von den überlebenden Kameraden bemerkt werden konnte. Panter- und Artilleriebeschuß erreichte auch Verbandsplätze und Lazarette.

 

14. Januar 1945 / Nördlich Warschau / Heeresgruppe Nord /
1. Infanterie-Division /

 Am 14. Januar 1945 traten starke sowjetische Verbände bei Pultusk, 50 km nördlich von Warschau zur Großoffensive an und stießen bis Ende Januar über Mielau (Mlawa) und Allenstein nach Heilsberg vor, um sich mit den von Osten kommen russischen Armeegruppen, die bereits am 13. Januar südlich und nordostwärts der Masurischen Seen gegen Ostpreußen vorgedrungen waren, zu vereinigen.

Um der Einschließung zu entgehen, trat die bei Schloßberg, 20 km nördlich von Gumbinnen, eingesetzte deutsche 1. Infanterie-Division den Rückzug an und sammelte sich in den letzten Januartagen teils im Raum Königsberg, teils 45 km weiter südwestlich bei Heiligenbeil. Nachdem Königsberg im März von drei Seiten eingeschlossen war, bestand lediglich nach Nordwesten noch eine Verbindung zur Armee-Abteilung Samland. Hier stand im Raum Seerappen, 15 km nordwestlich von Königsberg, der Großteil der 1. Infanterie-Division, während zur gleichen Zeit Divisionsgruppen bei Pillau – Fischhausen und andere in Königsberg selbst eingesetzt waren.
Am 4. April durchbrachen vier sowjetische Armeen gleichzeitig von Süden und Nordwesten die Stellungen vor Königsberg. Als die Stadt nach mehrtägigem, schweren Kampf am 12. April aufgegeben werden mußte, ging der Gegner zum Angriff auf das südwestliche Samland über und drängte die Kampfgruppen der 1. Infanterie-Division nach hohen Verlusten in Seerappen über die Halbinsel Peyse nach Fischhausen zurück. Dort bildeten sie zusammen mit den noch verbliebenen Restverbänden der Samland-Front am 16. April eine letzte Auffangstellung im Halbkreis um Fischhausen.

Am 18. April drangen sowjetische Truppen bereits nördlich von Pillau vor, durchbrachen am 24. des Monats den Verteidigungsring und drangen in die Stadt ein. Diejenigen Soldaten der 1. Infanterie-Division, die entkommen konnten, gelangten nach Hela, und sollten auf dem Seewege nach Dänemark oder Schleswig-Holstein gebracht werden. Einige der Truppentransporter wurden jedoch durch die gegnerische Luftwaffe versenkt.

  

14. Januar 1945 / Raum Random /
Luftwaffen-Bau-Bat. 116/XI (K)

 Am 14. Januar 1945 traten starke Verbände der Roten Armee nach mehrstündigem Artilleriefeuer südlich von Warschau an der Weichsel bei Magnuszew und Pulawy zur Offensive an. Nachdem Radom am 16. Januar und Lodz (Litzmannstadt) nur drei Tage später in die Hand des Gegners gefallen waren, drangen die Truppen der sowjetischen 1. Garde-Panzer-Armee weiter nach Westen in Richtung Posen vor und gingen am 22. Januar 15 Kilometer nördlich von dieser Stadt bei Treskau (Owinsk) über die Warthe. Am nächsten Tag bereits war der Ring um Posen geschlossen. Aus den in der Festung befindlichen Truppenteilen wurden Kampfgruppen gebildet, die durch beschleunigt zugeführte Volkssturm- und andere Alarmeinheiten verstärkt wurden.

Dazu gehörten auch Teile des auf dem Fliegerhorst stationierten Fliegerhorst Jesau, 20 Kilometer südlich von Königsberg in Ostpreussen stationierten Luftwaffen-Bau-Bataillons 116/XI (K), die zwischen dem 18. und 21. Januar nach Posen verlegt und dem dortigen Luftwaffen-Ersatz-Bataillon eingegliedert wurden.

Mit starker Unterstützung ihrer Luftwaffe drangen die sowjetischen Truppen von Norden und Süden allmählich bis in die Innenstadt vor. Am 12. Februar war Posen bis auf die Zitadelle und einige Bezirke ostwärts der Warthe in der Hand des Gegeners. Vier Tage später brachen die restlichen Teile der im ostwärtigen Verteidigungsabschnitt eingesetzte Kampfgruppe aus, wurden jedoch anschließend in kleine Gruppen versprengt und größtenteils überwältigt. Die letzten Verteidiger zogen sich in das "Kernwerk" zurück, das durch Bombenangriffe und das andauernde Feuer der sowjetischen Artillerie völlig zerstört wurde. Nachdem ein in der vorhergegangenen Nacht unternommener Ausbruchversuch ebenfalls gescheitert war, kapitulierte die Besatzung am 23. Februar 1945.

Zu den Soldaten, denen während der Einschließung der Ausbruch gelungen war und die sich in nordwestlicher Richtung zur Warthe zwischen Birnbaum und Wronke durchzuschlagen versuchten, erreichten nur wenige die deutschen Linien nördlich der Netze.

Seit diesen Kämpfen wird eine Anzahl Soldaten des Luftwaffen-Bau-Bataillons 116/XI (K) vermißt. Für einige von ihnen liegt die Aussage eines Heimkehrers vor, daß sie gefallen sind. Viele aber haben bei den Straßen- und Häuserkämpfen den Tod gefunden, ohne daß es von den überlebenden Kameraden bemerkt werden konnte. In das Feuer der Artillerie gerieten auch Sanitätsfahrzeuge und Verbandsplätze.

 

14. Januar 1945 / Raum Polen (Küstrin) / Heeresgruppe A /
 9. Armee

 Nach Beginn ihrer Offensive an der Weichsel am 14. Januar 1945 waren die sowjetischen Truppen über Lodz in Richtung Posen vorgedrungen. Die Stadt wurde zunächst umgangen und der Vormarsch nach Küstrin und Frankfurt/Oder fortgesetzt. Die angeschlagenen deutschen Divisionen der deutschen 9. Armee, darunter auch Ersatz- und Ausbildungstruppen, die im Raum Hohensalza eingesetzt waren, wichen zu einer vorbereiteten Verteidigungslinie, 75 Kilometer ostwärts der Oder, zurück.

Die deutschen Kampfgruppen, die auf dem Rückzug von Hohensalza, 40 km südostwärts von Bromberg, über Gnesen und Posen hohe Verluste erlitten hatten, wurden bei Landsberg und zehn Kilometer ostwärts von Schwerin bei Frittisch eingesetzt. Die nur ungenügend ausgebildeten und kampfunerfahrenen Einheiten, konnten kaum ernsthaften Widerstand leisten und wurden zwischen dem 29. Januar und 2. Februar von den sowjetischen Sturmtruppen versprengt. Einzelne Gruppen wurden über Zielenzig und Drossen zur Oder nördlich von Frankfurt/Oder abgedrängt, während der größte Teil zwischen Küstrin und Lebus zurückwich und den Strom bei Görritz überquerte. Ostwärts von Seelow wurden die deutschen Einheiten zwischen Manschnow und Rathstock bis Mitte Februar erneut in verlustreiche Gefechte verwickelt. Als der Gegner am 24. April den Durchbruch an der Oder erzwang, mußte Frankfurt aufgegeben werden. Nach einem schweren Gefecht bei Müncheberg kämpften sich die Kompanien über Beeskow und Buckow in Richtung Märkisch Buchholz – Halbe zurück und wurden hier, zusammen mit den restlichen Teilen der deutschen 9. Armee, eingeschlossen und fast völlig aufgerieben. Nur wenige Soldaten konnten sich über Berlin zur Elbe durchschlagen.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der hier eingesetzten Einheiten vermißt. Für einige von ihnen haben die Nachforschungen ergeben, daß sie gefallen sind. Viele aber haben bei den Häuser- und Straßenkämpfen den Tod gefunden, ohne daß es von überlebenden Kameraden bemerkt werden konnte. Das Feuer von Artillerie und Panzern erreichte auch Sanitätsfahrzeuge und Verbandplätze.
 

14. Januar 1945 / Raum Warschau / Heeresgruppe “ A „ /
/ 25. Panzer Division /
 

  

14. Januar 1945 / Raum Masuren / Heeresgruppe Nord-Ukraine /

2. Armee / Sturm Geschütz Brigade 277 /

 

 14. Januar 1945 / Raum Weichsel / Heeresgruppe “ A „ /
/ 9. Armee /
 
 

 

Mitte Januar 1945 / Weichselfront Random / Heeresgruppe Mitte /
214. Inf.- Divison
/
 

Mitte Januar 1945 traten starke Verbände der Roten Armee fast gleichzeitig an der gesamten Ostfront zu einer Großoffensive an, die in wenigen Tagen den Zusammenbruch der deutschen Weichselfront zur Folge hatte.

Am Morgen des 14. Januar begann der Angriff im Abschnitt der 214. Infanterie-Division aus dem Brückenkopf Pulawy (50 km ostwärts Radom) mit einem mehrstündigen Trommelfeuer aus Tausenden von Geschützen, das nicht nur die Stellungen der Infanterie, sondern auch die deutschen Artilleriestellungen erfaßte. Schon nach einigen Stunden konnten die sowjetischen Panzerdivisionen die deutschen Verteidigungsstellungen durchbrechen.

Trotz immer wiederholter deutscher Gegenangriffe konnte der Vormarsch der schnellen sowjetischen Verbände nicht aufgehalten werden. Schon am 16. Januar fiel Radom in die Hand des Gegners.

Um der drohenden Einkesselung zu entgehen, mußten die deutschen Verbände, darunter die 214. Infanterie-Division, nach Westen ausweichen. In ständigen Rückzugskämpfen erreichten die Reste der Division über Petrikau und Lodz am 28. Januar bei Glogau die Oder.

Die Division hatte während des gesamten Ostfeldzugs 2.400 Verschollene. Von ihnen werden allein seit den Kämpfen im Januar 1945 mehr als 1.600 Soldaten vermißt. Ein Heimkehrer berichtete:

"Alle, die die letzte Nachricht aus diesem Raum Anfang des Jahres 1945 sandten und sich bis heute nicht gemeldet haben, sind bei diesen Kämpfen verwundet oder gefallen. Sie leben sicher nicht mehr."
 

 

 21. Januar 1945 / Raum Schneidemühl / Heeresgruppe Weichsel /
Kampfgruppe Freitag / 9. Armee / Heeres-Unteroffiziers-Schule 16

 Im Verlauf ihrer Winteroffensive stießen schnelle Verbände der Roten Armee zwischen Bromberg und Posen nach Nordwesten vor und näherten sich am 21. Januar 1945 den deutschen Stellungen an der Netze. Ostwärts des von Landsberg/Warthe nach Kreuz und von dort über Deutsch-Krone und Neustettin nach Norden verlaufenden befestigten "Pommernwalls" sollten vorbereitete Feldstellungen beiderseits Schneidemühl von zurückweichenden Einheiten der deutschen 9. Armee besetzt werden. Zur Verstärkung wurden Volkssturmbataillone und zahlreiche, aus Lehrgangsteilnehmern militärischer Schulen gebildete Alarmeinheiten herangeführt.

Dazu gehörte auch die Heeres-Unteroffizier-Schule 16 aus Stargard. Aus ihren 800 Soldaten, zumeist Angehörige der Jahrgänge 1906 bis 1910, wurde die Kampfgruppe "'Freytag" aufgestellt, die am 23. Januar verladen und in den folgenden Tagen zwischen Kreuz und Schneidemühl eingesetzt wurde. Hier erzwangen sowjetische Panzerverbände bereits am 24. Januar den Flußübergang über die Netze und drangen nach Norden auf Schneidemühl und nach Nordwesten in Richtung Arnswalde - Stargard weiter vor. Dabei wurde die Kampfgruppe Freytag eingeschlossen und zersprengt.

Heimkehrer berichteten: "Die gesamte Schule kam ab 23. Januar 1945 in der Pommernstellung bei Kreuz zum Einsatz. Nach 4 bis 5 Tagen war die Stellung durchbrochen und wir waren eingeschlossen." Und: "Die Kampfgruppe Freytag erlitt große Verluste, wurde zersprengt und kam nicht mehr zusammen." Versprengte Gruppen versuchten, sich nach Westen durchzuschlagen. Dabei wurden sie erneut eingeschlossen und aufgerieben. Nur Einzelnen gelang es, über Landsberg/Warthe die deutschen Stellungen an der Oder nördlich von Küstrin zu erreichen. Das in Stargard zurückgebliebene Restkommando der Schule geriet dort in die Endkämpfe um die Stadt, die am 4. März an die Hand des Gegners fiel.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der Heeres-Unteroffizier-Schule 16 vermisst. Das Datum ihrer letzten Nachricht oder ein Hinweis bestätigen, dass sie dabei eingesetzt waren. In dem sumpfigen, waldreichen Gelände und bei anhaltenden Schneefällen haben viele den Tod gefunden, ohne dass es von Kameraden gesehen wurde. Auch viele Verwundete überlebten nicht, weil der stark nachdrängende Gegner ihre Bergung nicht zuließ.

  

 

23. Januar 1945 / Festung Posen / Heeresgruppe Mitte /
Landesschützen-Ersatz- Bat. 3 / Division 463

Am 23. Januar 1945 überquerten starke sowjetische Verbände, die Mitte des Monats von der Weichsel, südlich Warschau, zur Offensive angetreten waren, nahe Wreschen die Warthe. Sie setzten wenig später ihren Vormarsch in Richtung Posen fort.

Nur eine Vorausabteilung des eiligst aus den Standorten Perleberg, Strausberg und Fürstenwald über Crossen and die Obra verlegten Landesschützen-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillons 3 gelangte noch in das zur Festung erklärte Posen, ehe die Stadt am 25. Januar von sowjetischen Truppen eingeschlossen wurde. Der größte Teil des Bataillons wurde in Stellungen eingesetzt, die sich südlich der Warthe von Schwerin über Betsche und Tirschtiegel nach Bentschen und Züllichau hinzogen.

Am 27. Januar durchbrachen sowjetische Panzerbrigaden die deutsche Front im so genannten Oder-Warthe-Bogen und näherten sich Schwerin, Meseritz und Schwibus. Ein Heimkehrer berichtete: „Völlig überraschend wurden wir am 28. Januar um Mitternacht, bei heftigem Schneegestöber, von russischer Infanterie und Sturmgeschützen zwischen Tirschtiegel und Betsche bei Heidemühle umzingelt. Ehe wir uns zur Wehr setzen konnten, war unsere Einheit fast völlig vernichtet. Tage später traf ich bei Zielenzig noch einige Kameraden wieder; alle anderen hatten den Tod gefunden.“

Am 31. Januar fielen Meseritz und am 2. Februar Schwerin in die Hand der Roten Armee. Gleichzeitig entwickelten sich nördlich von Grünberg bei Odereck heftige Kämpfe mit sowjetischen Pionieren, die hier die Brücke über die Oder erstürmt hatten, aber bis zum 4. Februar wieder auf das Ostufer zurückgedrängt werde konnten. Eine Woche später mussten die deutschen Kampfgruppen vor dem Druck des überlegenen Gegners über Rothenburg in Richtung Crossen zurückweichen. Versprengte Gruppen fanden bei Grünberg wieder Anschluss an deutsche Verbände. Als die sowjetische 3. Garde-Armee Mitte Februar beiderseits Neusalz zum Bober vordrang, konnte der Gegner zwar kurzfristig an der Bahnlinie von Christianstadt nach Grünberg aufgehalten werden; beide Städte gingen aber am 18. Februar verloren. Nördlich davon musste auch Crossen geräumt werden. Nur wenigen gelang es, Guben zu erreichen. Nach schweren Straßenkämpfen kapitulierte Posen am 23. Februar.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten des Landesschützen-Ersatz-und Ausbildungs- Bataillons 3 vermisst. Für einige von ihnen haben die Nachforschungen ergeben, dass sie gefallen sind. Andere aber haben auf dem Rückzug oder bei Ortskämpfen den Tod gefunden, ohne dass es von überlebenden Kameraden bemerkt wurde.

 

Ende Januar 1945 / Raum Westpreußen / Heeresgruppe Weichsel /
Zichenau / Ersatz -Einh. DIV Feldherrnhalle
 

 

Januar - Februar 1945 / Raum Schlesien / Heeresgruppe Mitte u. Weichsel /
/ Breslau - Mährische Senke /
 

 

 12. Februar 1945 / Raum Ungarn / Heeresgruppe SÜD /
1. SS Pz. Korps / 6. Pz.Armee

 Nach der Einnahme von Budapest am 12. Februar 1945 hatte die Rote Armee frische Kräfte nördlich von Komorn in der Slowakei sowie in Ungarn zwischen der Donau bei Gran und dem Plattensee zur Offensive gegen Wien zusammengezogen. Verzögert wurde der Beginn dieser Offensive durch einen Gegenangriff der 6. SS-Panzer-Armee, der am 6. März zwischen dem Velenczei- und Plattensee begonnen hatte, aber zehn Tage später trotz erheblicher Geländegewinne bei einsetzendem Tauwetter steckenblieb. Dabei war das I. SS-Panzer-Korps unter hohen Verlusten bis Simontornya am Siokanal, 40 Kilometer südostwärts von Stuhlweißenburg vorgedrungen.

Am 16. März begann die sowjetische Offensive westlich von Budapest. Mit starker Unterstützung von Artillerie und Luftwaffe erzielten die Sturmtruppen von drei Garde-Armeen zahlreiche Einbrüche in Richtung Tata, Mor und Stuhlweißenburg. Als hier die sowjetischen Panzerverbände die deutsch-ungarischen Stellungen durchbrachen und nach Westen nach Papa sowie nach Südwesten in Richtung Varpalota vorstießen, musste das nahezu abgeschnittene 1. Korps sich nach Stuhlweißenburg durchschlagen, das bis zum 21. März gehalten werden konnte. Dann wurde der allgemeine Rückzug nach Österreich angetreten. Dabei erlitten die Kampfgruppen des Korps westlich von Stuhlweißenburg bei Veszprem und bei Papa hohe Verluste. Immer wieder mußten Straßen- und Flußübergänge, die von den sowjetischen Panzern und motorisierter Infanterie besetzt waren, freigekämpft werden, ehe anfangs April die nur noch kompaniestarken Bataillone Stützpunkte an der österreichisch-ungarischen Grenze zwischen Steinamanger und Ödenburg besetzten. Unter ständigen Angriffen des Gegners, der gleichzeitig über Preßburg und Ödenburg nach Wien vorrückte, wichen die restlichen Kampfgruppen über Wiener Neustadt in den Raum St. Pölten zurück. Einzelne Gruppen erreichten später die Demarkationslinie an der Enns südostwärts von Linz, bis schließlich am 9. Mai 1945 die Kampfhandlungen eingestellt wurden.

Seit diesen Kämpfen werden viele Soldaten des I. SS-Panzer-Korps vermißt. Für einige von Ihnen liegen Heimkehreraussagen vor, daß sie gefallen sein sollen. Andere aber haben in dem unübersichtlichen und stellenweise bergigen Waldgelände sowie bei Ortskämpfen den Tod gefunden, ohne daß es von überlebenden Kameraden bemerkt werden konnte. Das Feuer von Artillerie, Panzern und Schlachtfliegern erreichte auch Sanitätsfahrzeuge und Verbandsplätze.

  

 Ende März 1945 / Raum Wien / Heeresgruppe SÜD /
2. PzArmee

 Zum Ende des Monats März 1945 hatten Truppen der Roten Armee große Teile Ungarns erobert. Die deutsche 2. Panzer-Armee mit den ihr unterstellten Verbänden setzte sich aus Westungarn zur österreichischen Grenze ab und erreichte Anfang April den steierischen Grenzraum. Zwischen Radkersburg, Mureck und Fürstenfeld wurden die sowjetischen Kräfte noch einmal aufgehalten. Dagegen mußten die deutschen Divisionen nordostwärts davon im Kampfraum um den Neusiedler See, weiter zurückweichen. Nachdem große Teile des Burgenlandes mit Eisenstadt und das südliche Niederösterreich um Neunkirchen, Bruck an der Leitha, Engerau und Baden bei Wien sowie Wiener Neustadt verlorengegangen waren, wurde am 4. April auch Preßburg aufgegeben. Schließlich nahmen die sowjetischen Truppen nach heftigen Straßenkämpfen am 13. April 1945 Wien in Besitz. Von hier, und von Baden aus, gingen die Verbände des Gegners durch das Gebirge gegen St. Pölten vor, das am 16. April verlorenging.

Bei all diesen Kämpfen hatten die deutschen Truppenteile empfindliche Verluste erlitten. Die teilweise zersprengten Verbände wurden nun durch Alarmeinheiten verstärkt, die im rückwärtigen Frontgebiet in großer Eile aufgestellt worden waren. Sie bestanden aus: Gendarmerie und Polizeitrupps, Luftwaffenbodenpersonal, Volkssturmmännern, Landesschützen, Stammpersonal von militärischen Schulen und aus Angehörigen der verschiedensten militärischen Dienststellen oder politischen Organisationen, die infolge des Kriegsverlaufes aufgelöst worden waren. Die solcherart verstärkten Verbände wichen hinhaltend kämpfend entlang der Drau zurück. Sie hielten Mitte April Stellungen in einer Linie westlich von Radkersburg – Graz – Klagenfurt – Judenburg – Murau. Inzwischen hatte der Gegner weitere starke Kräfte in Niederösterreich, nördlich von Wien und in der Westslowakei, ostwärts von Korneuburg – Zistersdorf – Göding, zusammengezogen und trat nun auch zum Angriff gegen Znaim, Brünn und Prag an. In die schweren Abwehrkämpfe wurden auch die aus Westungarn hinausgedrängten deutschen Verbände verwickelt. Bis zum 7. Mai 1945 konnte noch eine Linie gehalten werden, die westlich von St. Pölten verlief und sich zwischen Krems – Tulln über die Donau, von dort ostwärts von Stockerau nach Laa an der Thaya bis Znaim in nordostwärtiger Richtung erstreckte. Nach der Kapitulation am 9. Mai versuchten noch viele deutsche Soldaten, die amerikanischen Linien zu erreichen. Sie wurden aber später – nach einem Abkommen – den Truppen der Roten Armee übergeben.

Bei den geschilderten Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der in Österreich eingesetzten Verbände der 2. Panzer-Armee vermißt. Viele von ihnen sind gefallen, andere gerieten in sowjetische Gefangenschaft.

Schon bei den Märschen in die Lager starben kranke und verwundete Kriegsgefangene, die den Strapazen nicht mehr gewachsen waren. Unzureichende Bekleidung und Verpflegung sowie aufgrund ungenügender sanitärer Verhältnisse in den Lagern auftretende Epidemien führten besonders in den Jahren 1945 und 1946 zu zahlreichen Todesfällen.

  

April 1945 / Neiße - Oder / Heeresgruppe Mitte /
 / 9. Armee / 233. Reserve-Division

 Ende Januar 1945 waren überlegende Verbände der Roten Armee trotz des Widerstandes der dtsch. 9. Armee bis an die Oder zwischen Frankfurt und Küstrin vorgedrungen, hatten bei Lebus den Fluss überquert und Stützpunkte auf dem Westufer errichtet.
Auch nordwestlich von Küstrin erreichten Truppen der sowjetischen 2. Garde-Panzer-Armee zum selben Zeitpunkt die Oder zwischen Schwedt und Zehden.
Bis zum 6. Februar gelang es ihnen ostwärts von Bad Freienwalde und Wriezen auf dem linken Ufer festen Fuß zu fassen.

Zur Unterstützung der unzureichenden Verteidigungskräfte wurde, zusammen mit anderen Alarmeinheiten, die aus der in Dänemark stationierten 233. Reserve-Panzer-Division gebildete "Panzer-Division Holstein" Anfang Februar nach Stargard in Pommern verlegt.
Nach schweren Rückzugskämpfen zur Ostseeküste bei Dievenow wurde die Division im Raum nordostwärts von Berlin im Oderbruch nahe Bad Freienwalde, bei Wriezen und Eberswalde erneut eingesetzt.

Anfang März wurden die Grenadiere des Bataillons 29 fünf Kilometer südlich von Wriezen bei Kunersdorf und Reichenberg in verlustreiche Kämpfe verwickelt, ehe südlich davon die Stadt Küstrin am 13. März von sowjetischen Truppen eingeschlossen wurde.
Im Seengebiet nördlich des Oder-Havel-Kanals mussten die restlichen Teile des Grenadier-Regiments 142 Anfang April um das Kloster Chorin, sieben Kilometer nordostwärts von Eberswalde, tagelang andauernde Kämpfe bestehen.
Den kaum noch kampffähigen Teilen der Division wurde danach ein Marsch-Bataillon aus Dänemark zugeführt.
Am 16.April gingen die zahlreichen, an der Oder und Neiße zusammengezogenen sowjetischen Verbände zur Offensive gegen die Verteidiger von Berlin über.
Sie drangen zwischen Freienwalde und Wriezen bis Wölsickendorf vor, eroberten die Städte bis zum 19. April und brachen über Seelow bis Müncheberg durch.
In die sich anschließenden Straßen- und Häuserkämpfe in Berlin wurden auch noch die restlichen Teile der Division verwickelt.
Am 2. Mai 1945 mussten die Verteidiger von Berlin kapitulieren.

Seit diesen Kämpfen werden zahlreiche Soldaten der 233. Reserve-Panzer Division vermißt.
Für einige von ihnen haben die Nachforschungen ergeben, dass sie gefallen sind.
Andere aber haben in dem unübersichtlichen Gelände sowie bei Ortskämpfen den Tod gefunden, ohne dass es von überlebenden Kameraden bemerkt werden konnte.
Das Feuer von Artillerie und Panzern erreichte auch Sanitätsfahrzeuge und Verbandsplätze.

  

Anfang April 1945 / Raum Böhmen / Heeresgruppe Mitte /
/ 1. Panzerarmee

  

Anfang April 1945 / Raum Böhmen / Heeresgruppe Mitte /
17. Armee /

 

 16. April 1945 / Raum Görlitz / Heeresgruppe Mitte /
4. Pz.Armee / Alarmverbände /

 
 

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